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Nano FPV – Der Blade Nano QX in der FPV Version im Test

von rc-modellscout vom 10. Januar 2015
Artikel-ID: Horizon-Test-0031 Rubrik: Helikopter

FPV Quadrokopter erobern den Markt und werden häufig als RTF Pakete inkl. Sender mit integriertem Videodisplay angeboten. Horizon Hobby hat seinen bekannten Blade Nano QX mit einer kleinen FPV Kamera ausgerüstet, die mit der von Horizon gelieferten Fat Shark Videobrille kompatibel ist. Wir haben die FPV Fähigkeiten des kleinen Kopters untersucht und berichten.

Dass der kleine Blade Nano QX ein Mikro Quadrokopter mit Spaßpotential ist, hat er schon in unserem Test hier auf RC-Modellscout bewiesen. Aber ist er auch ein geeigneter Kameraträger für FPV Enthusiasten?
Der 149,99 Euro (UVP) teure Nano QX FPV BNF wurde mit einem transparenten, statt einem schwarzen, Rahmen und einer kleinen ca. 5 Gramm schweren Kamera ausgerüstet, die ich schon von dem Vapor FPV kenne. Zur Befestigung der Kamera ist dafür ein kleiner zusätzlicher Halter am Rahmen befestigt. Ansonsten handelt es sich bei dem Nano QX FPV um das gleiche Modell wie der normale Nano QX und verfügt auch über den gleichen Antrieb und die gleichen Flugmodes.

Video System

Die Kamera des Nano QX FPV ist vollkommen autark und nicht direkt mit der Elektronik des Nano QX verbunden. Sie bezieht ihre Versorgungsspannung über ein Y-Kabel direkt aus dem 1s LiPo Antriebsakku. Leider sind die Anschlusskabel der Videokameraeinheit mit recht steifer Drahtlitze realisiert, so dass die Gefahr eines Kabelbruchs an der Platine bei häufigem bewegen oder knicken der Kabel besteht.
Es ist ein Ein-Platinen System auf dem die Kameraoptik und die Sendeelektronik für das 5.8 GHz Videosignal aufgebaut ist. Außerdem befindet sich dort die ‚Kleeblatt‘ Antenne, die das Videosignal abstrahlt und an den Empfänger in der Videobrille überträgt. Diese Antenne sorgt für eine deutlich bessere Videoreichweite als die sonst üblichen einfachen Dipol Antennen. Die Reichweite der Kamera liegt deutlich über 50 Meter und funktioniert in Gebäuden sogar durch eine Wand hindurch, wenn sie nicht mit starker Armierung versehen ist. Das Videosignal wird auf einem von sieben verfügbaren Videokanälen übertragen. An der Videobrille wird dann mit Hilfe von zwei Tasten der richtige Kanal gewählt. Wer bereits über die Horizon Fat Shark Teleporter V4 verfügt oder eine andere kompatible Fat Shark Videobrille sein eigen nennt, kann mit dem BNF Nano QX sofort loslegen. Es wird dann lediglich ein entsprechender Spektrum Sender benötigt. Wer noch keinerlei FPV Equipment besitzt, kann den Nano QX auch als RTF Paket inklusive der Teleporter V4 Videobrille und einem entsprechenden Spektrum Sender kaufen. Für das Set sind dann 469,99 Euro (UVP) fällig. Es bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung, dass der Blade Nano QX FPV und dessen Videosystem vollkommen legal in Deutschland betrieben werden kann. Angesichts der vielen illegalen Geräte am Markt ist dies, aus meiner Sicht, ein wichtiger Aspekt

Die Fatshark Videobrille

Die Horizon Fat Shark Teleporter V4 ist eine Einsteiger Videobrille. Sie verfügt über eine Auflösung von 320 x 240 Bildpunkte und einen elektronischen Headtracker. Die Auflösung reicht für normale FPV Flüge vollkommen aus. Leider ist an der Teleporter der Augenabstand (IPD) nicht einstellbar. Der Augenabstand ist mit 63 mm fest vorgegeben und ist damit vermutlich für 80-90 % der Menschheit gut gewählt. Nur Piloten mit einem sehr großen oder sehr kleinen Augenabstand werden mit der Brille nicht so gut zurechtkommen. Die Verwendung des elektronischen Headtrackers bedingt, dass die Auflösung  der Brille weiter herabgesetzt wird, da der Bildwinkel zu diesem elektronisch verkleinert wird. Wer das Headtracking nicht nutzen möchte kann es einfach an der Videobrille abschalten und hat so die volle Auflösung zur Verfügung. Ich fliege am liebsten mit ausgeschaltetem Headtracker.
Wer höhere Ansprüche an die Videobrille hat, findet im Programm von Horizon Hobby entsprechende Alternativen. Mit der Fat Shark Attitude oder der Fat Shark Dominator stehen Brillen zur Verfügung, die auch professionellen Ansprüchen genügt, aber eben auch entsprechend ihren Preis haben.

Der Blade Nano QX