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Preiswerter Alleskönner – Im Test das Basetech Multifunktionsladegerät 80 AC/DC

von Stephan Weinhard vom 9. Januar 2018
Artikel-ID: Conrad-Test-0005 Rubrik: Magazin

Für gewöhnlich erregen kleine Multifunktionsladegerät in der Preisklasse unter 100 Euro nicht wirklich meine Aufmerksamkeit, da das Angebot am Markt schier unüberschaubar ist und die Geräte sich oftmals sehr gleichen. Zu Beginn dachte ich auch das vom neuen Multifunkitonslader 80 AC/DC von Conrad Electronic. Beim Lesen der Produkteigenschaften tauchte dann aber schon die erste Neugierde auf, denn das kleine kompakte Gerät kann mehr als so mancher teure Markenlader und dies zu einem wirklich bemerkenswert kleinen Preis.

Gerade kleinere Ladegeräte mit einer Ladeleistung von 60 Watt und weniger sind insbesondere für Einsteiger gedacht oder als Zweitlader für den Flugplatz oder dem Urlaub gedacht. Solche Lader werden schon für kleines Geld unter 50 Euro angeboten. Allerdings sind das dann Ladegeräte, die meist nur für eine Betriebsspannung wie 12 Volt geeignet sind und nur über eine Basisfunktionalität verfügen.

Das Basetech Multifunktionsladegerät 80 AC/DC von Conrad Electronic kann deutlich mehr wie diese Einfachlader. Dieses Ladegerät verfügt über eine Ladeleistung von 80 Watt, was auch für Akkus jenseits der 3s LiPo Grenze noch ausreichend ist. Zudem kann der Lader entweder an einer 12 Volt Quelle (Autobatterie) oder 230 Volt Netzstrom betreiben werden. Das Gerät hat ein überaus kompaktes Gehäuse und ein relativ niedriges Gewicht. Bei Gehäuseabmessungen von 130mm x 115mm x 60 mm ist das Basetech sehr transportabel und fällt zudem mit einem Gewicht von 370 Gramm auch nicht zur Last. Aber das ist gar nicht mal das Highlight dieses Ladegerätes. Bei den Leistungsdaten fand ich besonders interessant, dass der Lader neben den normalen LiPo Akkus (Lithium Polymer) auch LiFe Akkus (Lithium Eisenphosphat), LiIon Akkus (Lithium Ionen) und auch die brandneuen LiHV (Lithium Hochvolt) Zellen laden kann. Natürlich sind auch alle Nickel basierende Zellen und Blei Akkus ladbar. Bei den Lithium Zellen können Akkus mit bis zu 6s Zellen geladen werden. Blei Akkus können bis zu 10 Zellen haben. Nickel Akkupacks können bis zu 15 Zellen beinhalten

Der maximale Ladestrom des Basetech liegt bei 10 Ampere, dieser reduziert sich aber natürlich in Bezug auf die maximale Ladeleistung von 80 Watt. Je nachdem welche Spannung der zu ladende Akku hat. Ein LiPo mit 6s kann daher noch mit einem maximalen Strom von etwa 3 Ampere geladen werden. Das reicht für eine normale Ladung vollkommen aus. Wer so große Zellen aber mit einem hohen Ladestrom von 3C oder 4C laden möchte benötigt natürlich deutlich mehr Ladeleistung. Solche Ladegeräte kosten dann aber deutlich mehr als das Basetech. Dieser kleine Lader ist für aktuell 34,99 Euro (UVP) bei Conrad Electronic erhältlich. Für diese Ausstattung ein unglaublich günstiger Preis.

Aber nicht nur als Ladegerät kann das Basetech betrieben werden, es besteht auch die Möglichkeit ihn als digitales Netzgerät mit einer Ausgangsleistung bis 80 Watt genutzt werden. Der Lader kann an seinen Ausgangsbuchsen eine Spannung bis zu 24 Volt produzieren und konstant halten. Die gewünschte Ausgangsspannung und der maximale Strom wird ganz einfach über die Software und die 4 Bedientasten vorgegeben. Dieser Modus nennt sich Digital Power und so ein Feature habe ich bislang noch bei keinem anderen Ladegerät gesehen. Das ist wirklich clever und steigert den Nutzwert dieses Gerätes deutlich.

Im Lieferumfang findet sich dazu ein 12 Volt Versorgungskabel mit Krokoklemmen. Ebenso ein 230 Volt Kabel, sowie ein XH Balancer Board für 6s LiPo sind enthalten. Die sehr ausführliche und deutschsprachige Anleitung wird auf einer CD mitgeliefert. Die Anleitung ist wirklich hervorragend und erklärt nicht nur ausführlich und verständlich die Bedienung des Gerätes, sondern gibt viele wichtige Sicherheitstipps zum Laden und behandeln von Zellen, was sicher besonders für Einsteiger in den Modellsport wichtig ist.

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Bedienkonzept

Der Basetech Multifunktionslader wird über das beleuchtete, zweizeilige 16-stellige LCD Display und die vier Tasten bedient. Das Bedienkonzept ist absolut durchgängig und ist intuitiv und ohne Anleitung zu erlernen.

Mit der Stop Taste wird der gewünschte Menüpunkt angewählt und mit der Start Taste bestätigt. Mit den „+“ und „-“ Tasten wird dann das gewünschte Programm innerhalb des Menüs ausgewählt. Ein Druck auf die Start Taste erlaubt dann das Ändern der einzelnen Parameter und ein langer Druck auf die Start Taste startet dann das eigentliche Laden. Ähnlich verhält es sich mit den User Setups und auch mit der Speicherverwaltung, denn es können bis zu 10 unterschiedliche Ladeprofile im internen Speicher abgelegt werden und dann wieder über das Menü aktiviert werden. Wie schon beschrieben ist das sehr intuitiv und schnell erlernt. Zudem sind die Menüs sehr strukturiert und sind trotz der begrenzten Anzahl von darstellbaren Zeichen absolut selbstsprechend.

Ladeprogramme