homeFACHMAGAZINPowerzwerg – Test und Video des Blade 200 QX von Horizon Hobby

Fachmagazin

Powerzwerg – Test und Video des Blade 200 QX von Horizon Hobby

von rc-modellscout vom 6. Juni 2014
Artikel-ID: Horizon-Test-0015 Rubrik: Helikopter

Auf den Modellbaumessen in Nürnberg, Sinsheim und Dortmund war der neue Blade 200 QX Quadrocopter auf dem Stand von Horizon Hobby schon zu bewundern. Wir konnten es kaum erwarten und waren gespannt ob der „Kleine“ Blade 200 QX wie sein großes Vorbild, der Blade 350 QX, überzeugen kann. Eines der ersten Exemplare erreichte die Redaktion und wir haben uns den 200 QX sehr genau angesehen und intensiv geflogen um euch zu berichten.

Eine etwa Schuhkarton große, stylische Verpackung beherbergt den neuen Blade 200 QX. Wir haben für den Test einen Blade 200 QX BNF bestellt, der zum Preis von 209,99 Euro (UVP) angeboten wird. Er ähnelt dem großen „Bruder“ Blade 350 QX fast auf das Haar, nur ist er eben deutlich kleiner und hat einen Rotorkreis von 200 mm.  Im Gegensatz zum Blade 350 QX hat er jedoch kein einfach weißes Gehäuse, sondern der Rahmen ist transluzent, also halbdurchsichtig. Der Grund dafür sind die im inneren des Gehäuses verbauten farbigen Position LEDs. Ein wahres Lichtspiel, das sich im Betrieb dem Piloten zeigt.
Die technische Ausstattung des Blade 200 QX lassen aufhorchen. Brushlessantrieb, und SAFE Elektronik schrauben meine Erwartungen in Bezug auf Flugperformance und Lagestabilisierung deutlich in die Höhe.
Der Blade ist fertig montiert in seinem Transportkarton untergebracht. Lediglich das Landegestell muss mit je einer Inbusschraube am Rahmen befestigt werden. Die Zeit bis zum Erstflug ist also im Wesentlichen durch die Ladezeit des mitgelieferten 2s Lipo Akku mit 800 mAh bestimmt. Das mitgelieferte Ladegerät kenne ich bereits von verschiedenen BNF Modellen aus dem Hause Horizon Hobby und hat sich bewährt. Es kann entweder an einer Autobatterie mit 12 Volt oder via dem mitgelieferten 230 V Adapter am heimischen Stromnetz verwendet werden.
Das Ladegerät ist absolut praxistauglich und kann problemlos im Tagesbetrieb eingesetzt werden. Der Akku wird über einen Standard BEC Stecker mit dem Blade 200 QX verbunden. Dadurch kann der Akku auch mit einem einfachen Ladekabel an jedem beliebigen Computerlader geladen werden – gut so!

Bis zum Erstflug bleibt noch die Zeit den Sender zu programmieren. Der kleine Blade 200 QX kann schon mit einer ganz einfachen Fernsteuerung geflogen werden. Selbst die DX4e reicht schon dazu aus. Insgesamt werden mindestens 5 Kanäle benötigt. Die Kanäle 1-4 sind mit den üblichen Steuerfunktionen Gas, Nick, Gier und Roll belegt. Der Kanal 5 dient dazu zwischen den drei verschiedenen Flugmodi, wie Stabilitätsode 1, Stabilitätsmode 2 und Agilitätsmode, umzuschalten.
Die mehrsprachige Anleitung gibt für alle Spektrum Sendertypen eine entsprechende Programmieranweisung um den Sender korrekt einzustellen. Ich habe meine DX9 für den Blade 200 QX verwendet. Die Programmierung ist mit  Hilfe der Anleitung eine Sache weniger Minuten. Der Kanal 6 kann dazu genutzt werden, die optionale Kamera anzusteuern. Ein 3-Wege Schalter auf dem Kanal 5 ist schnell programmiert. Expo oder Dual Rate habe ich nicht verwendet.

Keine 20 Minuten und mein Lader signalisiert mir, dass der Akku vollgeladen und bereit zum Erstflug ist.
Auf der Unterseite befindet sich eine großzügige Klappe die den Akku aufnimmt. Nach dem Einstecken fordert mich der Blade 200 QX durch schnelles blinken der Status LED zum Binden an den Sender auf. Meine DX9 bindet sich im DSMX Telemetrie Mode an den Blade 200 QX.
Der Aufwand um zum Erstflug zu kommen ist so gering, dass man quasi die gesamte Montage auch direkt auf seinem Flugfeld vornehmen kann. Nach dem Einstecken des Akkus benötigt der Copter einige Sekunden um sich zu initialisieren. Danach zeigt die dauerleuchtende Status LED und ein aufsteigender Signalton die Flugbereitschaft an.

Flying

Wie beschrieben, verfügt der Blade über insgesamt drei unterschiedliche Flugmodi. Die beiden Stabilitätsmodi erlauben jeweils unterschiedliche Neigungswinkel. Im Stabilitätsmode 1 sind im Flug nur recht geringe Neigungswinkel des Blade 200 QX möglich, damit auch der Einsteiger sich schnell mit dem Copter zurecht finden kann. Im Stabilitätsmode 2 wirkt immer noch die Elektronik im Hintergrund und verhindert, dass der Copter in eine unkontrollierbare Lage kommt, aber es sind deutlich größere Neigungswinkel im Flug um alle Achsen möglich, was die Agilität und die mögliche Fluggeschwindigkeit deutlich erhöht. Im Agilitätsmode greift die SAFE Elektronik nicht mehr ein. Jetzt sind auch Kunstflugmanöver wie Flips möglich. Hier ist der Blade dann sehr agil und erfordert eine erfahrene Hand.