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Kleiner Giftzwerg – Im Test der Blade Zyerok im Vertrieb von Modellbau Brakel

von Marcus Frohberg vom 7. Juli 2016
Artikel-ID: Horizon-Test 0091 Rubrik: Helikopter

Etwas unbemerkt von den vielen Ankündigungen im Modellbausektor kam der neue Blade Zeyrok im Vertrieb von MBZ Brakel auf dem Markt. Der als RTF und BNF Modell verfügbare Copter hat ein gefälliges, modernes Design und ist mit bewährter Technik versehen. Wir haben uns den kleinen Copter bei Modellbau Brakel bestellt und berichten euch von unseren Erfahrungen mit dem Blade Zeyrok.

Der Blade Zeyrok ist in den Farben grün und gelb erhältlich, des Weiteren lässt sich der mitgelieferte Sender des RTF Set, das uns zur Verfügung stand, auf Mode 1 und Mode 2 umstellen. Alternativ kann man natürlich auch, wenn vorhanden, seinen eigenen DSMX fähigen Spektrum Sender benutzen und ist daher auch für Piloten interessant, die nicht im Mode 1 oder Mode 2 fliegen. Um den Sender auf Mode 1 oder 2 umzustellen muss der kleine Schalter unten am Sender auf der Vorderseite verstellt werden, hier ist keinerlei Werkzeug von Nöten, denn der Schalter ist leicht zugänglich. Der Blade Zeyrok wird darüber hinaus auch mit eingebauter Kamera für Luftaufnahmen angeboten. Diese Kamera ist aber nicht für FPV Anwendungen geeignet. Wer bereits einen DSMX fähigen Sender besitzt, kann sich für ein paar Euro weniger die BNF Variante bestellen. Dies schont den Geldbeutel auch noch ein wenig.

Der Blade Zeyrok wird mit allem was zum Flug benötigt geliefert. Selbst die Batterien für den Sender liegen der RTF Version des Zeyrok bei. Die eigentliche Zielgruppe für den Blade Zeyrok sind die Fluganfänger, aber ihr könnt es uns ruhig glauben, selbst erfahrene Piloten werden mit Sicherheit Dank der Flugperformance ihren Spaß mit dem Blade Zeyrok haben. Der Blade Zeyrok ist binnen weniger Minuten startklar, da er absolut betriebsfähig aus seiner Transportschachtel genommen wird. Lediglich der 1s 750 mAh Flug Akku muss mit dem beiliegende USB Lader oder einem entsprechenden Ladegerät geladen werden

Der Blade Zeyrok verfügt über 3 Flugmodi. Die Flugmodi lassen sich vorne links am Handsender über einen Kippschalter umstellen. Der erste Mode ist der Einsteiger Modus. Mit diesem Mode sollten Einsteiger ihre ersten Flugerfahrungen sammeln, da in diesem Modus der Roll und Nickwinkel begrenzt ist und der Zeyrok stabilisiert sich komplett von selbst. Also eine echte Hilfe für Neueinsteiger.

Im zweiten Flugmodi lässt sich mit dem Zeyrok schon einiges mehr veranstalten. Die Wege für Roll und Nick sind deutlich größer. Aber dennoch bleibt der Blade voll stabilisiert. So lassen sich natürlich auch viel höhere Geschwindigkeiten erzielen und die Flugmanöver deutlich wilder gestalten.

Im Experten Modus, also im Flugmode drei, kann man es mit dem Blade so richtig 'rocken' lassen. Die Grenzen im Experten Mode setzt dann nur der Pilot. Flips sind möglich und die Elektronik grenzt den Schräglagenwinkel nicht ein. Also sollte etwas Erfahrung im Umgang mit diesen Fluggeräten beim Piloten vorhanden sein.

Wir machen nun den Blade Zeyrok Startklar

Die vier Batterien, die sich mit im Karton befinden, werden in den Sender eingelegt, hier ist wie üblich darauf zu achten, dass diese richtig herum eingelegt werden, da sonst der Sender nicht funktioniert. Der USB-Lader wird an einer beliebigen USB-Schnittstelle angeschlossen und der 750 mAh 1s LiPo-Akku wird an das USB-Ladegerät eingesteckt. Die rote LED am Lader geht erst dann aus, wenn der Flug-Akku vollständig geladen ist. Die Ladezeit beträgt gut eine Stunde, die schon ganz schön lang werden kann, wenn man doch lieber fliegen möchte. Neben einem beliebigen PC eignet sich natürlich auch ein handelsüblicher USB Lader für Kraftfahrzeuge, der einfach an den Zigarettenanzünder eingesteckt wird.
Wer bereits über ein normales LiPo fähiges Ladegerät verfügt, kann den Flug-Akku natürlich auch darüber laden. Dies verkürzt die Ladezeit enorm.
Ist der Flug-Akku vollständig aufgeladen, wird der Flug-Akku auf der Unterseite des Blade Zeyrok eingeschoben und angeschlossen. Die Elektronik geht, wenn der gebundene Sender nicht gefunden wird, sofort in den Bindemodus. Der Sender kann nun eingeschaltet werden, um den Blade Zeyrok an den Sender zu binden. Dazu einfach den Gasknüppel soweit eindrücken, bis man ein Piepsen hört. War das Binden erfolgreich, leuchten die beiden vorderen weisen LEDs und die hinteren roten LEDs am Copter auf. Danach kann es im Prinzip auch sofort losgehen. Der Blade Zeyrok wird auf den vorgesehenen Startplatz gestellt. Beim ersten Start, sollte sich der Flugmodischalter im Einsteiger Modus befinden. So kann man sich erst mal an den Blade Zeyrok gewöhnen und erlebt keine Überraschungen. Erfahrene Piloten können aber natürlich auch in jedem andern Flugmode starten. Der Sender verfügt zusätzlich noch die Option, die Knüppelwege ein wenig weicher einzustellen, also im Prinzip die Federspannung der Knüppelmechaniken zu reduzieren. So kann man den Zeyrok nach meinem Empfinden noch ein wenig weicher und präziser fliegen. Auch lässt sich der Dual Rate Wert am mitgelieferten Sender einstellen. Dazu wird im Mode 2 der rechte Steuerknüppel gedrückt bis man ein Piepsen hört. Am Sender blinkt nun auch die rote Status LED.

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Let´s Rock

Lange Rede, kurzer Sinn. Das zwar etwas wechselhafte Wetter kann mich nicht daran hindern den Zeyrok intensiv zu testen.

Der Modeschalter befindet sich im Einsteiger Modus, der Gasknüppel wird langsam nach vorne geschoben. Die Motoren nehmen an Drehzahl zu und der Zeyrok hebt auch schon wie von Geisterhand ab. Sollte der Blade Zeyrok in irgendeine Richtung abdriften, so ist dies kein Problem. Einfach am Sender die Trimmung ein wenig nachstellen, dies wirkt sich nicht negativ auf die Flugeigenschaften aus. Der Blade Zeyrok lässt sich butterweich und sehr einfach im Einsteigermodus beherrschen, hier werden auch Einsteiger schnell zum Ziel kommen. Hier zappelt und wackelt nichts.

Nachdem wir uns ein wenig an den kleinen Luftquirl gewöhnt hatten, wollten wir es aber dann auch mal genau wissen. Der Flugmodischalter wird auf den Fortgeschrittenen-Modus gestellt. Jetzt aber ab durch die Mitte, der Blade Zeyrok wird in diesem Mode deutlich agiler. Des Weiteren sind in diesem Modus auch Flips möglich. Um einen Flip zu machen, wird einfach der Steuerknüppel für Roll oder Nick in die gewünschte Richtung bis zum Anschlag gedrückt. Stellt man den Roll oder Nick-Knüppel wieder in die mittlere Position, wird der Flip beendet. Die Flips sollte man dennoch in ausreichender Höhe machen, da sonst ein Bodenkontakt nicht ausbleibt. Ein solches Flugmanöver bringt immer 3 bis 4 Meter Höhenverlust mit sich. Der Blade Zeyrok ist selbst im Fortgeschrittenen-Modus leicht zu beherrschen. Dank der Selbststabilisierung stellt der Zeyrok auch unerfahrene Piloten vor keinerlei Probleme. Im Experten Modus sieht das alles aber ein wenig anders aus. Diesen Modus sollten nur geübte Piloten nutzen. Im Expertenmodus setzt nur der Pilot die Grenzen. Hier gibt es keinerlei Begrenzungen was das Steuerverhalten angeht. Wilde Flugmanöver lassen aber dennoch sehr gut beherrschen. Natürlich sind auch hier wieder Flips möglich, aber der Pilot muss dann den Copter nach dem Flip wieder abfangen.

Sollte der Pilot es doch einmal übertreiben und der Blade Zeyrok unsanfte Bodenberührung erleiden, führt dieses meist auch zu keinerlei Problemen. Der Zeyrok ist ein wirklich 'zäher Hund' und kann einiges wegstecken. Nach erstaunlich langen 10 Minuten Flugzeit, fangen beim Zeyrok die LEDs an zu blinken, was dem Piloten signalisiert, dass der Flug-Akku fast seine Entladegrenze erreicht hat. Man sollte sich für die Landung aber nicht zu viel Zeit lassen. Beginnen die LEDs an zu blinken, so hat der Pilot noch gut 30 Sekunden Zeit, bis die Motoren sich endgültig abschalten. Das Abschalten der Motoren sollte man aber vermeiden, um den Flug-Akku auf Dauer zu schonen, da er zu diesem Zeitpunkt die kritische Spannung der Entladung schon überschritten hat

Unser Fazit zum Blade Zeyrok

Der Blade Zeyrok macht wirklich enorm viel Spaß. Während unseren Tests mit dem Blade Zeyrok, ist der Sender von einem Piloten zum anderen Piloten weitergegeben worden und jeder der Piloten hatte einen „Mords“ Spaß. Obwohl der Zeyrok eigentlich für Einsteiger gedacht ist, so hatten dennoch erfahrene Piloten und Profis ihren Spaß. Wir können den Blade Zeyrok durchaus empfehlen. Einsteiger werden hier mit Sicherheit keinerlei böse Überraschungen erleben.

-> Link zur Internetpräsenz von MBZ Brakel

-> Link zur Internetseite von Horizon Hobby

 

Technische Daten:

Blade Version RTF (Ready-To-Fly)
Modell Länge 200 mm
Modell Höhe 45 mm (65 mm mit Landegestell)
Modell Gewicht 107 g
Akku 1S 750mAh LiPo enthalten
Ladegerät USB-Ladegerät
On-Board-Elektronik SAFE-Technologie
Fernsteuerung 5-Kanal-Fernsteuerung mit DSMX-Technologie
Einsatzbereich In-/Outdoor
Skill Level Einsteiger

 

Wo kaufen?

MBZ Brakel
UVP € 125,99 (RTF)

Kontaktdaten des Anbieters:

Modellbauzentrum Brakel
Abteilung der Brakeler Tierwelt GmbH & Co.KG
Am Thy 28 * 33034 Brakel * Deutschland
Tel.: +49 (0) 5272 390805

 

 

Gut

+robustes Chasis
+gutes SAFE Stabilisierungssystem
+Spektrum DSMX System
+gute FLugleistungen
+lange Flugzeit

 

Weniger gut

-nichts negatives gefunden

 

Kontaktdaten des Herstellers:

Horizon Hobby GmbH
Christian-Junge-Str. 1
25337 Elmshorn
Telefon: 04121/2655-0
Email: info@horizonhobby.de
Internet: http://www.horizonhobby.de

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.6 (5 Bewertungen)

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