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Kleines Kraftpaket – Im Test der PICHLER Joker 2

von RC-Modellscout vom 7. Januar 2017
Artikel-ID: Pichler-Test-0003 Rubrik: Flächenmodelle

Pichler Modellbau nahm Ende 2016 den neuen Joker 2 in sein Programm auf. Ein Vorbildloses Trainermodell in klassischer Holzbauweise, das aber auch mehr sein will als nur reines Einsteigerflugzeug. Dieses kleine Kraftpaket, haben wir uns für euch mal ein wenig genauer angeschaut und haben uns den Joker 2, samt dem empfohlenen Zubehör bestellt.

Der Joker 2 aus dem Hause Pichler wir gut verpackt zum Kunden geliefert. Direkt nach der Lieferung, haben wir uns den Joker 2 gleich zur Brust genommen. Der Baukasteninhalt wurde von uns auf Vollständigkeit überprüft, bei unserem Bausatz fehlten keinerlei Teile. Auch das benötigte von uns bestellte Zubehör war komplett.

Aufbau und Montage

Prinzipiell handelt es sich beim Joker 2 um ein normales ARF Modell in Holzbauweise, dennoch sind ein paar Schritte zu beachten um zum Erfolg zu kommen. Ein Blick in die Montageanleitung lässt keinerlei Fragen offen, alles ist sehr ordentlich und genau beschrieben. Angefangen wird mit den beiden Tragflächen. Die Servos werden wie üblich in den Tragflächen verbaut und ist im Handumdrehen erledigt, allerdings werden noch zwei 30 cm Servo-Verlängerungskabel benötigt. Dies stand leider nicht auf der Homepage von Pichler, aber in der Regel hat man solche Verlängerungskabel in seinem Fundus. Das Einfädeln der Kabel in die Tragfläche, ist dank von Werk aus eingefädelten Schnüre sehr leicht zu bewerkstelligen. Im Bausatz befindet sich ein kleiner Holzdübel, die als Verdrehsicherung dienen und in eine der beiden Tragflächenhälften mit Sekundenkleber eingeklebt werden müssen. Da die Querruder samt der Scharniere bereits Werksseitig verklebt worden sind, müssen nur noch die Ruderhörner samt der Servogestänge montiert werden. Jedes Querruder wird dabei von jeweils einem eigenen Servo angesteuert. Zum späteren Betrieb können die Servos entweder über ein Y-Kabel oder getrennt an den Empfänger angeschlossen werden. Die getrennte Ansteuerung der Servos über je einen eigenen Kanal erlaubt es die Differenzierung der Ruder genau einzustellen, was die Gierneigung beim Einsatz der Querruder verringert. Der Joker 2 hat damit aber keine Probleme wie die spätere Flugerprobung gezeigt hat, daher kann bei diesem Modell bedenkenlos auch ein Y-Kabel eingesetzt werden. Zum Einstellen der Querrudergestänge werden die Servos entweder an den Empfänger angeschlossen oder unter Verwendung eines Servotesters auf die Mittelposition eingestellt. Anschließend können die Gestänge genau in der Länge eingestellt werden. Der Flächenverbinder kann nun in eine der Tragflächenhälften eingeschoben werden und die beiden Tragflächenhälften können zusammen geschoben werden. Zum Transport kann die Tragfläche geteilt werden was eben den Transport selber, aber auch die Lagerung im heimischen Keller vereinfacht. Die Tragfläche als solches wird zunächst bei Seite gelegt, damit wir uns nun dem Rumpf zuwenden.

Weiter geht es nun mit der Montage des Antriebs. Wie beschreiben haben wir das von Pichler empfohlene Zubehör verwendet. Das Montagekreuz des PULSAR 40 Motors wird auf die Firewall vorne aufgelegt, die Position des Kreuzes ist durch das vorhandene Loch, dass sich ab Werk in der Firewall befindet, vorgegeben. Die vier Befestigungslöcher werden ganz einfach mit einem Bleistift auf die Firewall übertragen. Mit einem 3 mm Bohren, werden jetzt die vier Löcher in die Firewall gebohrt. Die vier Einschlagmuttern, werden nun von hinten in die Firewall hinein gedrückt. Das Montagekreuz kann wird jetzt an den Motor geschraubt, die Schrauben sollte man mit ein wenig Sicherungslack versehen, so bleiben die Schrauben an ihrem Platz und können sich mit der Zeit nicht lockern. Die Antriebseinheit wird zu guter Letzt an ihrem vorgesehen Platz verschraubt. Der Regler findet seinen Platz direkt unter der Akku-Rutsche. Der Propeller samt Mitnehmer wird erst nach der Endmontage montiert. Der PULSAR A-50 Regler kann jetzt an den Motor angeschlossen werden. Um die Laufrichtung des Motor zu prüfen, wird der Regler an den Empfänger angeschlossen und der Flug-Akku wird eingesteckt. Stimmt die Laufrichtung, dann geht es weiter mit der Montage des Höhenleitwerkes.

Montage des Höhen und Seitenleitwerkes

Das Höhenleitwerk wird so auf den Tisch gelegt, dass die Unterseite des Leitwerkes nach oben zeigt. Die Löcher, die für die Schrauben benötigt werden, müssen von der Folie befreit werden. Am einfachsten erledigt sich diese Arbeit mit einem Lötkolben, da die Folie am Rand der löcher wieder mit dem Hokz verklebt werden und nicht ausfransen. Das dem Bausatz beiliegende kleine Holzbrettchen kann nun auf der Unterseite der Leitwerkes aufgelegt werden. Der Spornfahrwerkshalter wird aufgelegt und mit den beiliegenden zwei 3x12 mm Schrauben am Leitwerk verschraubt. Bei Bedarf muss hinten ein wenig ausgeklinkt werden, so dass der Draht des Spornrades frei am Leitwerk vorbei läuft ohne zu hängen. Das Spornrad kann nun final am Rumpf montiert werden. Die Fließscharniere werden in das Leitwerk wie gewohnt mit dünnflüssigem CA Kleber eingeklebt, dabei wie immer darauf achten, dass dieses richtig ausgerichtet ist und leichtgängig ist. Tipp: Die Fließscharniere am besten mit einer Stecknadel gegen verrutschen sichern und dann an die Kante vorsichtig den Sekundenkleber geben damit sich das Scharnier vollsaugen kann.

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