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Präzision in Schaum – Test und Video des FMS Explorer F3A von Staufenbiel

von Marcus Frohberg vom 13. März 2015
Artikel-ID: Staufenbiel-Test-002 Rubrik: Flächenmodelle

F3A ist der Inbegriff des präzisen Kunstflugs. Viele tausend Euro teure Modelle werden dafür auf Wettbewerben eingesetzt. Staufenbiel bringt mit dem FMS Explorer ein F3A Modell aus geschäumtem Werkstoff. Ob dieses Konzept aufgeht und wie gut der FMS Explorer F3A fliegt hat Marcus Frohberg getestet und berichtet von seinen Erfahrungen.

Von präzisem Kunstflug bin ich immer fasziniert,  aber Modelle dieser Modellkategorie sprengen meist das Modellbaubudget. Zum Saisonstart habe ich bei Staufenbiel den kleinen F3A Flieger der Firma FMS entdeckt und war sofort Feuer und Flamme für den kleinen Schäumling. Der typische langgestreckte Rumpf mit den fast quadratischen Abmessungen (Rumpflänge und Spannweite) fallen sofort auf und lassen auf die typischen Flugeigenschaften eines F3A Kunstflugmodells hoffen. Selbst der für diese Modelle so typische Spoiler an der Oberseite der Kabinenhaube fehlt nicht. Der kleine F3A Explorer sollte für mich zwar als erfahrener Modellpilot, aber dennoch Einsteiger in der F3A Klasse wohl die richtige Wahl sein. Aber ob ein Schaummodell wirklich F3A ähnliche Flugeigenschaften haben kann ist hier die Frage. Der Preis von gerade einmal 169 Euro (UVP) ist ansprechend und ich erfülle mir den Wunsch nach einem F3A Modell. Die Größe des Modells und der verwendete Antrieb ermöglichen es, dass der Explorer mit gängigen 3S 2200 mAh Lipo-Akkus geflogen werden kann. Eine Akkugröße, die vermutlich jeder Modellpilot in seinem Fundus hat.

Nach dem Öffnen der guten Verpackung ist schnell klar, der Aufbau der FMS Explorer F3A dürfte keinerlei Überraschungen oder Schwierigkeiten bereiten.

Montage

Der Explorer wird in einer sehr stabilen Styropor Verpackung geliefert, sämtliche Teile sind gegen verrutschen mit Styropor und Klebeband gesichert. Absolut alle benötigten Bauteile liegen dem Baukasten bei. Der Baukasteninhalt war nach Sichtung der Teile vollständig und Motor, Regler sowie alle Servos sind ab Werk schon eingebaut. Lediglich die notwendige Fernsteuerung mit mindestens 4 Kanälen und eben entsprechenden Antriebs Akkus müssen beigesteuert werden.
Wie ich es schon von anderen FMS Modell her kenne, sind auch beim Explorer bereits alle Servos betriebsfertig eingebaut. Das lässt auf eine sehr schnelle Montage des Explorers zu und reduziert den Zeitaufwand im Bastelkeller - ein dicker Pluspunkt. Der erste Bauabschnitt umfasst die Montage des Fahrwerkes. Selbst bei dem Fahrwerk sind schon die Räder und die Radschuhe fertig angebracht. Das Fahrwerk besteht übrigens aus sehr stabilem Federstahldraht. Das Fahrwerk wird nun auf der Unterseite des Rumpfes in die dafür vorgesehene Kunststoffaufnahme hinein gesteckt. Nachdem das Fahrwerk in den Schlitz hinein gesteckt wurde, wird ein sehr präzise passender Deckel, der als Befestigung und Arretierung des Fahrwerkes dient, mit 4 Schrauben an der Fahrwerksaufnahme befestigt. Das Spornrad ist bereits werkseitig montiert worden. Da das Seitenleitwerk auch schon werkseitig angebaut ist, gibt es hier auch nicht viel zu machen. Lediglich das Ruderhorn muss am Seitenleitwerk verschraubt werden.

Das geteilte Höhenleitwerk wird in den Rumpf mit Hilfe eines Kohlefasertabes eingesteckt. Die Ruderflächen des Höhenruders werden dabei miteinander fest verbunden. An den beiden Leitwerkshälften befinden auf der rückwärtigen Seite jeweils eine Kunststoffführung, diese beiden Kunststoffteile muss man ineinanderschieben um beide Höhenruderblätter miteinander kraftschlüssig zu verbinden.
Das Leitwerk wird nur verschraubt und nicht verklebt. Hierzu wird auf der linken Seite des Höhenruders eine 1,7 x 5 mm Selbst-Schneidende Schraube in den Verbinder eingeschraubt. Jetzt sitzt das Höhenleitwerk bombenfest an seinem Platz. Abschließend muss noch das Ruderhorn in der Ruderfläche verschraubt werden.

Als nächstes wird der kleine Zusatzflügel, der sich auf der Oberseite des Explorers befindet, montiert. Dieser kleine Zusatzflügel soll zur Verbesserung der Flugperformance und der Steuerpräzision dienen. Auf der Oberseite des Rumpfes befindet sich eine Ausbuchtung in der dieser kleine Flügel eingeschoben wird. Der kleine Flügel passt perfekt in die Aussparung, hier muss nicht nachgearbeitet werden. Der Flügel wird mittels zweier 3 x 25 mm Schrauben an dem Rumpf verschraubt. Das Ganze ist so konstruiert, dass sich der Flügel nicht verdrehen oder gar lösen kann - gut konstruiert.
Die Montage ist damit bereits auf der Zielgeraden. Der letzte Bauabschnitt umfasst die Montage der beiden Tragflächenhälften. In eine der beiden Tragflächenhälften werden die dem Baukasten beiliegenden beiden Kohlefasersteckungsrohre geschoben. Das kürzere der beiden Rohre gehört an die Nasenleiste der Tragfläche. Die beiden Tragflächenhälften werden aufgeschoben und die Kabel in den Rumpf eingeführt. Gleichzeitig wird das mitgelieferte Servo-Y Kabel an die beiden Servokabel angeschlossen. Für das Querruder reicht also ein Kanal. Natürlich kann aber bei Bedarf auch jedes einzelne Querruderservos am Empfänger angeschlossen werden um ggf. ein Differenzierung zu programmieren. Ich habe mich für die Variante mit dem Y-Kabel entschieden. Eine Differenzierung der Querruder war auch nicht notwendig.

Die Tragflächenhälften werden jetzt mit 4 Schrauben am Rumpf fest verschraubt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die richtigen Schrauben an ihrem Platz verschraubt werden. Die vordere Seite wird mit zwei Schrauben 3x60 mm verschraubt, die hintere Seite wird mit  zwei Schrauben 3x50 mm befestigt. Wenn man diese Schrauben vertauscht, hat man ein ziemliches ‚Gefummel‘ um diese wieder heraus zu bekommen, da diese in einer Vertiefung sitzen.
Dem Bausatz liegen noch kleine Tüten bei, in denen sich die Anlenkgestänge der Ruder befinden. Die Tüten sind beschriftet, hier kann man nichts vertauschen. Die Gestänge werden einfach in die Servohörner eingefädelt und die Kugelköpfe auf die Ruderhörner geklippst. Dank der Kugelköpfe ist so eine sehr spielfreie Anlenkung möglich. Der Empfänger findet reichlich Platz unter der Kabinenhaube. Alle Servokabel sind ausreichend lang und können ohne weiteres  an den Empfänger angeschlossen werden.