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Allrounder - Test und Video Reely MXS 3D von Conrad Electronic

von Thorsten Möller vom 19. Dezember 2014
Artikel-ID: Conrad-Test-0006 Rubrik: Flächenmodelle

Die MXS 3D von Conrad wird als ein auf kompromisslosen 3D Flug ausgerichtetes Kunstflugmodell beworben, das in der Lage ist, jedes nur erdenkliche Flugmanöver auszuführen. Ob tatsächlich nur die Steuerkünste des Piloten die Grenzen für die MXS 3D setzen, hat unser Autor Thorsten Möller für euch getestet.

Die Reely MXS 3D von Conrad ist ein Indoor-Kunstflugmodell, das im Gegensatz zu den F3P Indoormodellen nicht aus Depron, sondern aus dem wesentlich robusteren EPO Material hergestellt ist. Dieses ist zwar etwas schwerer als Depron, verzeiht hingegen aber problemlos den einen oder anderen Crash. Sollte doch ein Schaden entstanden sein, so kann dieser einfach mit Sekundenkleber repariert werden. Wer schon einmal in der Halle geflogen ist, weiß diesen Vorteil zu schätzen.

Lieferumfang

Die MXS 3D wird als ARF Modell zu einem Preis von 99,99 € angeboten. Im Baukasten befinden sich neben den EPO-Schaumstoffteilen, Kohlefaserstangen und Anlenkungsteile, auch die Servos und ein Antriebsset. Das Antriebsset besteht aus einem Brushless Außenläufer vom Typ AS 2204 mit 1700 KV und einem Flyfun 10A Regler. Des Weiteren liegen dem Baukasten drei 8g Servos bei. Ebenfalls enthalten ist natürlich ein Luftschraubenmitnehmer mit der dazu passenden Luftschraube. Zum Betrieb des Modells fehlen also noch eine Fernsteuerung mit 4 Kanälen und ein 2s LiPo Akku mit ca. 450mAh und einer Belastbarkeit von mindestens 25C. Eine leicht zu verstehende Bauanleitung mit Bildern zu jeder Baustufe vervollständigt den Baukasten.

Montage

Für die Montage benötigt man lediglich ein scharfes Bastelmesser, einen kleinen Kreuzschlitzschraubendreher, einen Lötkolben, etwas 5 min Epoxy und Sekundenkleber.

Im ersten Schritt werden alle EPO Schaumstoffteile aus ihren Rahmen befreit. Hierzu müssen nur kleine Trennstege mit dem Messer durchschnitten werden. Dann sollten die Tragflächen an das horizontale Rumpfteil angeklebt werden. Hierzu habe ich die Tragflächen sowie das Rumpfteil auf ein Baubrett gelegt. Hierbei fiel mir auf, dass bei meinem Modell die Tragflächen leider an den Wurzelrippen nicht zu 100% gerade geschnitten waren, so dass ein kleiner Spalt zwischen dem Rumpfteil sowie den Tragflächen vorhanden war. Daher habe ich für diese Verklebung 5 min Epoxy genommen, da Sekundenkleber diesen Spalt nicht ausfüllen konnte. Dies war aber die einzige Verklebung von EPO-Teilen, die ich mit 5 min Epoxy gemacht habe. Alle anderen Teile habe ich mit Sekundenkleber geklebt, da hier die Passgenauigkeit der Teile sehr gut war. Der weitere Zusammenbau der MXS 3D geht daher schnell und problemlos von der Hand. Auch beim Einbau der Elektronikkomponenten gibt es keine Probleme. Die Servos und die GFK-Ruderhörner passen ohne Nacharbeit in die vorhandenen Aussparungen und werden dort mit Sekundenkleber verklebt. Anschließend wurden die Rudergestänge angefertigt, die aus CFK Schubstangen und Plastikgabelköpfen bestehen. Die Plastikgabelköpfe werden auf die CFK Schubstangen gesteckt und mit einer Schraube auf dieser fest geklemmt. Dies geht einfach und ist für mich eine super Lösung. Leider müssen aber teilweise die Schubstangen auf Länge geschnitten werden. Das hätte der Hersteller meiner Meinung nach schon erledigen können. Bevor nun auch auf der zweiten Seite der Schubstange der Gabelkopf montiert werden kann, sind zuerst die Führungen für die Schubstange auf die selbige aufzufädeln. Diese Führungen werden zuerst nur in den Rumpf gesteckt, ohne diese zu verkleben. Erst nachdem ich die Servos ein paarmal mit angeschlossenen Schubstangen hin und her bewegt habe, wurden die Führungen mit dem Rumpf verklebt. So bekommt man leichtgängige Anlenkungen, die nicht in den Führungen verkannten. Anschließend wird der Motor an den Regler gelötet. Mit 5 min Epoxy wird danach der Motor am Motorspant mit dem Modell verklebt. Zuletzt noch den Regler und den Empfänger mittels Klettband am Rumpf befestigen, den Propeller montieren und schon steht die MXS 3D nach ca. 3 Stunden Bauzeit flugfertig vor mir.

Das Abfluggewicht wird laut Conrad Electronic mit 195g angegeben. Aufgrund des eingesetzten Empfängers (9,6g) liegt das Abfluggewicht meiner MXS 3D bei 206g. Durch Einsatz eines leichteren Empfängers und den Verzicht von 5 min Epoxy kann das Gewicht auf ca. 200g reduziert werden. Dieses Gewicht ist für ein EPO Indoorkunstflieger in dieser Größe normal. Daraus folgt aber auch, dass die MXS 3D eine höhere Grundgeschwindigkeit hat als ein vergleichbarer Depronflieger, da dieser ungefähr 40 – 50g leichter ist.

Fliegen

Vor dem Fliegen steht noch die Programmierung des Senders an. Zu den Ruderausschlägen stehen leider keine Hinweise in der Bauanleitung. Da sich die MXS 3D an fortgeschrittene Piloten wendet, ist das aber aus meiner Sicht nicht weiter schlimm. Ich habe für die ersten Flüge die Servowege für das Seitenruder und das Höhenruder auf 100% und für die Querruder auf 60% eingestellt. Damit ergeben sich folgende Ruderwege: Querruder+- 50mm (30% Expo), Höhenruder +- 45mm (30% Expo), Seitenruder +- 80mm (35% Expo).

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