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Flyzone DHC-2 Beaver „Lady Esther“ eine Schönheit aus Alaska von Hobbico

von Arnd Herzwurm vom 22. März 2016
Artikel-ID: Hobbico-Test-0005 Rubrik: Flächenmodelle

Die Flyzone DHC-2 Beaver aus dem Hause Hobbico ist ein geschäumtes Modell des so berühmten Arbeitspferdes aus dem hohen Norden Nordamerikas. Da wir uns immer schöne Scalemodelle genau anschauen hat sich Arndt Herzwurm mit dem Modell beschäftigt und die Beaver intensiv getestet.



 

Die DeHavailland Beaver ist seit den 50er Jahren das Arbeitstier der Buschpiloten in Alaska und Kanada.Von 1947 bis 1967 wurden insgesamt 1692 Stück hergestellt, von denen heute noch etwa 500 im Einsatz sind.
Die Beaver mit dem Spitznamen „Lady Esther“ wurde 1959 an das US Marine Corps ausgeliefert und wurde 2002 von Michelle Masden gekauft. Seitdem fliegt sie als „Lady Esther“ in der auffälligen Lackierung für Michelles Firma „Island Air“ unter der Registrierung N1117F.

Das Modell im Vertrieb von Hobbico wird sowohl mit Schwimmern als auch mit dem „Tundra Wheel Set“ ausgeliefert, hierbei handelt es sich um größere Räder die das Landen und Starten in unwegsamen Gelände ermöglichen sollen. Kaum dass der schöne Karton bei mir ankam, musste ich mich auch schon direkt an den Aufbau machen.
Jedes Bauteil ist gewissenhaft in Schutzfolie eingepackt, sodass man schon ein paar Minuten braucht um alle Teile zu befreien. Dadurch wird aber hervorragend jede Art von Transportschaden ausgeschlossen. Der Lieferumfang ist absolut komplett und umfasst neben dem Modell mit dem schönen Dekor die komplette Elektronik mit allen Servos und dem Antriebssatz. Bis auf den notwendigen Empfänger und den 3s 2200 mAh Akku ist also alles für das flugfertige Modell enthalten. Neben den Standard Steuerfunktionen Seite- Höhe- Querruder und Motorsteuerung verfügt das Modell auch über voll funktionsfähige Landeklappen, die bereits angelenkt sind. Zudem bringt die Beaver auch noch eine entsprechende Positionsbeleuchtung mit. Für 229,99 Euro (UVP) ein vergleichsweise sehr gutes Angebot

  
Der Aufbau


Nachdem ich mir die Anleitung in Ruhe angesehen habe war mir klar, dass die Beaver einen nicht vor unlösbare Aufgaben stellt, selbst für Anfänger ist der Bau gut zu bewerkstelligen. Selbst bei gemütlicher Gangart ist das Modell in einer Stunde betriebsbereit.
Es ist kein Klebstoff von Nöten, was den Aufbau nochmals vereinfacht und die Montagezeit abermals verkürzt. Wichtig ist nur, den Überblick über die ganzen verschiedenen Schrauben zu behalten.
Ich habe mich zunächst für die Wasserflugvariante entschieden und montiere zuerst die Schwimmer am Rumpf des Modells. Im ersten Moment ist man etwas von den ganzen Streben verwirrt, doch diese sind sehr gut beschriftet und es bleiben keine Fragen offen. Die Wasser Seitenruder werden über Nylonschnüre am Lenkhebel des Spornrads befestigt und mit Gummibändern auf Zug gehalten und ausgerichtet. Positiv fällt hier auf, dass der Hersteller direkt Gummibänder als Ersatz beigefügt hat.

Falls man sich für das Fahrwerk entscheidet, wird dieses über drei Schrauben pro Seite am Rumpf befestigt. Von den drei Schrauben sollte man allerdings erst nur die zwei Schrauben vorne anbringen, da man beim Anbringen der Fläche im späteren Verlauf noch eine Stützstrebe mit an der hinteren Fahrwerksschraube montieren muss. Das Spornrad wird mit zwei M2,5 x 8 Schrauben angebracht und ist über zwei Lenkgestänge einstellbar.


Als nächstes wird das Leitwerk montiert. Nachdem man das Rudergestänge am Höhenruder eingehängt hat, kann man es in die dafür vorgesehene Führung schieben.
Das Seitenruder wird von oben mit einem Drehstab in den Rumpf gesteckt. Höhen- und Seitenruder werden über eine M3x22 Schraube in der Führung fixiert. Hier sollte man aber etwas Vorsicht walten lassen, da die Kunststoffführung im Höhenruder recht dünn ist und die Gefahr besteht, das selbstschneidende Gewinde zu ruinieren. Nach der Ausrichtung der Rudergestänge an den jeweiligen Servos geht die Montage der Flyzone Beaver mit den Flächen weiter. Diese sind praktischerweise vormontiert, und müssen nur noch am Rumpf angebracht werden.
Zuerst werden hier vier Flügelklammern mit jeweils einer M3x10 Schraube am Rumpf befestigt. Im nächsten Schritt werden die Flächen mit den Flächenverbindungsrohren und den Klappen-Gestängen am Rumpf angebracht. Hier ist ein deutliches „KLICK“ zu hören, wenn die Fläche in die Halteklammern einrastet.
Die Beaver verfügt wie das Original über Flächenstreben, die jetzt noch an der Fläche und am Rumpf angebracht werden müssen. Die Streben haben aber keine tragende Funktion und werten nur das Modell optisch auf. Eine Beaver ohne diese Streben würde auch wirklich etwas komisch aussehen. Die Querruder und Klappen sind mit einer Hohlkehlenlagerung ausgeführt was die wirklich schöne Scale Optik der Hobbico Beaver unterstreicht.

Falls man die Schwimmer benutzt, werden diese nochmals mit Nylonschnüren am Flügel gespannt. Der Rohbau ist damit auch beendet und es geht an den Einbau der Fernsteuertechnik. Das Anschließen des Empfängers erfolgt über die Akkuklappe unter dem Modell. Ein Y–Kabel für die Querruder liegt dem Bausatz bei und im Akku–Schacht selbst ist mehr als genug Platz für den Empfänger vorhanden. Die Verkabelung erfolgt dann je nach verwendetem Fernsteuersystem. Wer über genügend freie Kanäle verfügt, kann die Querruder auch über separate Kanäle ansteuern, was die Möglichkeit gibt, ggf. etwas Differenzierung der Querruder zu programmieren. Die Flugerprobung hat aber gezeigt, dass dieses wirklich nicht notwendig ist. Ein Blick in die Anleitung hilft beim Einstellen der Ruderausschläge und ist so auch in kurzer Zeit erledigt.

Ich habe mich für 20% Expo auf Höhen- Quer- und Seitenruder entschieden. Die Funktion der Ruder und Schalter wird im Bastelkeller wie üblich ohne montierten Propeller vorgenommen. Erst nach dem programmieren des Motor-Aus Schalter montiere ich den Spinner und die Luftschraube.

Der Schwerpunkt

Laut Anleitung soll der Schwerpunkt von der Flügelvorderkante gemessen zwischen 51mm – 64mm liegen.
Mit einem 3s 2200mAH Akku pendelt sich das Modell bei 60mm ein. Es bleibt ein wenig Platz im Akkuschacht um den Schwerpunkt noch nach den persönlichen Vorlieben zu verschieben. Aber die 60 mm aus der Anleitung sind gut gewählt und verleihen dem Modell sehr neutrale Flugeigenschaften.