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Alles andere als gewöhnlich: Die Extreme Flight EDGE 540T im Vertrieb von HACKER MOTOR im TestFachmagazin
Alles andere als gewöhnlich: Die Extreme Flight EDGE 540T im Vertrieb von HACKER MOTOR im Test
Auf den ersten Blick unterscheidet sich die neue Extreme Flight EDGE 540T von vielen anderen 3D-Kunstflugmodellen nur wenig: Nettes Design, extreme Leichtbauweise und naja - schon wieder eine EDGE. Doch die neue Extreme Flight EDGE 540T im Vertrieb von HACKER MOTOR kann mehr. Wir haben das ARF-Modell unserem jüngsten Autor Alexander Thiele anvertraut. Mit seinen 14 Jahren und insgesamt zehn Jahren Modellbauerfahrung zaubert der Ausnahmepilot mit der EDGE die schönsten 3D-Figuren an den Himmel und berichtet ausführlich über Qualität und Aufbau des Modells.
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Was mir sofort positiv an der neuen Extreme Flight EDGE 540T von HACKER (http://www.hacker-motor.com) auffällt, sind die serienmäßigen und im Lieferumfang beiliegenden, sehr gut verarbeiteten Flächentaschen. Alles andere als normal für ein Modell in dieser Grösse. Auch sämtliche Einzelteile, die ich dem Baukasten entnehme, sind sauber verpackt und gut geschützt. Somit kommt alles ohne Transportschäden beim Kunden an.
Beim näheren ersten Betrachten aller Teile fällt auf, dass die gesamte Konstruktion des Modells mit vielen Detaillösungen überzeugt. Beispiel Rumpf: Der Motordom ist nicht wie bei vielen Modellen dieser Kategorie etwa ein extra anzubauendes Teil, sondern bereits in die Rumpfkonstruktion so integriert ist, dass auftretende Kräfte des Motors zuverlässig in den Rumpf eingeleitet werden. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal der Extreme Flight EDGE 540T. Dies zeigt sich später beim Fliegen vor allen Dingen dadurch, dass keinerlei Schwingungsprobleme erkennbar sind. Eine weitere Besonderheit der Extreme Flight EDGE 540T ist auch das profilierte sehr hochwertige und gut verarbeitete Fahrwerk aus Kohlefaser. Bei der Bespannfolie hat der Hersteller zu Ultracote gegriffen - diese musste stellenweise, sicherlich aufgrund unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit und Wärmeeinflüsse, etwas nachgebügelt werden.
Die beiliegende Anleitung steht leider nur in englischer Sprache zur Verfügung und alle Längenangaben sind in Inch angegeben (1 Inch = 2,54 Zentimeter). Die vielen Bilder in der Anleitung sollten jedoch jede Frage ausreichend beantworten.
Hochwertige Einzelteile
Bei näherem Betrachten des Rumpfes und seiner Konstruktion, fällt folgendes auf: Die Extreme Flight EDGE 540T ist ausnahmslos auf leicht und daher auf extremen 3D-Kunstflug ausgelegt. Der Rumpfboden besteht tatsächlich im Wesentlichen aus Bespannfolie und in den Kanten sind Kohlestäbe verbaut. Diese sind deutlich steifer, leichter und fester als Holzleisten. Ein beplanktes Styroporformteil dient als Rumpfrücken. Dieser ist daher sehr formstabil und kann beim Transport der Extreme Flight EDGE 540T bedenkenlos angefasst werden. Das CFK-Fahrwerk ist einteilig und wird mittels vier Schrauben auf der Rumpfunterseite befestigt. Die Einschlagmuttern sind bereits vom Hersteller montiert. Auftretenten Kräfte bei etwas härteren Landungen werden vom Fahrwerk sehr gut in den Rumpf eingeleitet.
Die GFK-Motorhaube ist von höchster Qualität und perfekt im Farbenspiel des Rumpfes lackiert. Der angeformte Übergang zum Spinner lässt hier keine Wünsche offen. Dem Baukasten liegen vier exakt ausgefräste Ruderhörner aus GFK bei, zwei kurze und zwei lange. Die längeren Ruderhörner sind für die Querruder vorgesehen, die kürzeren kommen am Seiten- und Höhenruder zum Einsatz. Alles in allem ist die Extreme Flight EDGE 540T eine der top ARF-Kunstflugmaschinen, die wir bisher in unserer Familie gebaut haben. Das gesamte Modell überzeugt mich mit der am besten durchdachten Konstruktion.
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Vorgesehene Komponenten
HACKER MOTOR empfiehlt für die Extreme Flight EDGE 540T als Antriebslösung einen A50 14XS V2 in Kombination mit einem Master Basic 70 SB als Regler. Als Rudermaschinen werden SAVÖX SH-1350 für alle vier Ruder empfohlen. Der Strom kommt dabei aus einem Lipo-Akku aus der HACKER Topfuel light Serie mit fünf Zellen, 3.400 mAh Kapazität und 30C Entladestrom. Genau dieser Vorschlag des Herstellers wurde auch im Testmodell von mir verwendet. Dazu kommt noch ein Jeti R5 Empfänger und eine auf Jeti umgerüstete Cockpit SX von MULTIPLEX.
Aufbau und Montage des Modells
Beim Aufbau des Modells halte ich mich nur bedingt an die Vorgaben des Herstellers und lasse meine eigenen Erfahrungen gezielt einlaufen. Trotzdem: Wer sich exakt an die Anleitung des Herstellers hält, wird sicherlich nicht enttäuscht. Als erstes klebe ich die Anlenkungshebel in die Querruder ein. Dies geschieht mit 5-Minuten-Epoxy. Falls man nicht die, wie in der Anleitung abgebildeten Hitec HS-5245MG verwendet, müssen eventuell die Aussparungen für die Servos angepasst werden. Beim nächsten Bauschritt habe ich, anders als in der Bauanleitung vom Hersteller beschrieben, zuerst die Querruder-Servos eingebaut. Dann wurden die verlängerten Servokabel an sogenannte MPX-Stecker (männlich) gelötet und diese in speziell angefertigte Halterungen in den Flügel geklebt. Im Rumpf habe ich die entsprechenden MPX-Buchsen (weiblich) eingebaut. An diese sind die Kabel zum Empfänger angelötet. Damit wird beim Anstecken der Tragflächen automatisch die elektrische Verbindung von den Querruder-Servos zum Empfänger hergestellt. Da die MPX-Stecker bekanntlich über sechs Pins verfügen, werden für Plus, Minus und Servo-Impuls jeweils zwei Pins verwendet. Diese Wahl der verkabelung ist bedeutend sicherer und vor allen Dingen auch praktischer als das Einfädeln der aus dem Flügel hängenden Servokabel in den Rumpf und das anschließende Einstecken derselben in den Empfänger.
Diese leichte Modifikation funktioniert jedoch nur, wenn man eine exakte Flucht vom Stecker in den Flächen zur Buchse im Rumpf realisiert. Dazu hat sich folgende Methode sehr bewährt: Zunächst wird der Einbauraum für die Buchse im Rumpf etwas grösser als nötig ausgeschnitten. Jetzt wird die Fläche mit fertig eingebautem Stecker an den Rumpf angesteckt und mit der vorgesehenen Kunststoffschraube gesichert - also, wie wenn die Tragfläche zum Fliegen am Modell montiert wird. Nun wird von Rumpfinneren die Buchse eingesteckt und von hinten her mit der Heißklebepistole festgeklebt. Der flüssige Kunststoff ist das krasse Gegenteil von Sekundenkleber. Er fließt kaum und läuft mit etwas Übung nahezu nur dort hin, wo ich ihn tatsächlich haben möchte. Also wird nur die Buchse im Rumpf gehalten und nicht etwa mit dem Stecker verklebt. Allerdings musste ich im Rumpf der Extreme Flight EDGE 540T erst rechts und dann links ein entsprechendes Teil aus 4 Millimeter starkem Pappelsperrholz einbauen, um genügend "Fleisch" zu bekommen, an dem mit ausreichender Festigkeit die Buchsen eingeklebt werden konnten. Dies war die einzige Modifikation, die von mir gegenüber der Serienversion vorgenommen wurde, wobei auch eine konventionelle Verkabelung zwar weniger elegant, jedoch sicherlich ausreichend wäre!
Dann habe ich, wie in der Bauanleitung beschrieben, die Querruder mit den beiliegenden Fliesscharnieren eingebaut. Anschließend folgte die Querruderanlenkung und schnell waren die Flügel flugfertig. Es fehlte noch der Rumpf.
Der Aufbau des Rumpfes startet mit der Montage des CFK-Fahrwerks. In Sachen Fahrwerk muss ich klar sagen, dass ich noch nie eine so gute Krafteinleitung von Fahrwerk in den Rumpf bei einem ARF-Kunstflugmodell dieser Grösse gesehen habe. Selbiges gilt auch für die fließende Integration des Motordoms. Als nächstes sieht die Anleitung vor, die Ruderhörner des Höhenleitwerks einzukleben. Auch hier kommt 5-Minuten-Epoxy zur Verwendung. Danach habe ich zuerst die Bespannfolie über den bereits vor definierten Servokästen entfernt und das Höhenruder und Höhenleitwerk eingebaut. Mit denen von HACKER empfohlenen Servos (SAVÖX SH-1350) muss der Servokasten in seiner Grösse leicht verändert werden. Auch beim Seitenruder wird zuerst das Ruderhorn eingeklebt, dann das Ruder an das Seitenleitwerk mit Fliesscharnieren angeklebt. Anschließend wird das Höhenruder- und Seitenruder-Servo eingebaut und auch gleich das Gestänge montiert. Wer die von HACKER empfohlenen Servos (SAVÖX SH-1350) verwendet, muss den Servoschacht in seiner Grösse leicht anpassen. Mit dem richtigen Werkzeug - beispielweise einem Dremel oder Proxxon - ist dies innerhalb weniger Augenblicke zuverlässig und akurat erledigt.
Jetzt wird der Motor mittels Rückwandbefestigung eingesetzt. Wichtig hierbei ist, dass die Befestigungsschrauben mit LOCTITE eingeklebt werden. Im gleichen Bauschritt wird auch der Regler an der Unterseite des Motordoms mit einem Kabelbinder fest verzurrt. Nun werden mit der bewährten Pappstreifenmethode in die GFK-Motorhaube die Löcher für die Befestigung zuerst angezeichnet und anschließend gebohrt. Passt alles, kann die bereits jetzt die Motorhaube mit dem Rumpf verschraubt werden.
Was jetzt noch erledigt werden muss: Die Akku- und die Empfängerbefestigung. Der Akku wird klassisch mit Klettband und zusätzlich zwei Klettschlaufen im Rumpf zuverlässig gesichert. So kann er garantiert nicht verrutschen oder sich gar lösen. Zur Empfängerbefestigung reicht ein Kabelbinder. Nun können auch die sogenannten Side-Force-Generators (SFG) montiert werden, welche zum sicheren Transport des Modells jederzeit wieder schnell abgeschraubt werden können. Final stehen dann noch leichte "Schönheitsoperationen" an. An manchen Stellen der Bespannfolie, musste ich ein wenig nachbügeln und die dem Baukasten beiliegenden Aufkleber habe ich mit dem bekannten „Spülmitteltrick“ aufgebracht. Die Radverkleidungen benötigen noch eine kleine Bohrung für die Radachse und werden dann mit den Rädern montiert. Zum Schluss habe ich alle Kabel im Rumpf noch mit Kabelbinder gegen ein Herumschlagen ausreichend gesichert und den Propeller mit dem Spinner montiert. Die Edge 540T wäre bereit für ihren Erstflug!
Gebaut für hemmungslosen 3D-Kunstflug
Der Erstflug brachte nur positive Überraschungen mit sich und verlief ausgesprochen gut. Besser gesagt, er verlief richtig geil! Die EDGE 540T steht am Start, die Knie sind zugegeben recht weich und ich gebe Halbgas. Das Modell rollt ein paar Meter an und hebt dann schnell ab. Ich mußte lediglich ein wenig am Querruder trimmen, alle anderen Achsen bedurften keiner weiteren Korrektur.
Zuerst habe ich auf entsprechender Sicherheitshöhe das Abrissverhalten der Edge 540T getestet. Das Modell schmiert nicht ab und verhält sich sehr gutmütig - fast wie ein Trainer. Wenn ich voll ziehe, gerät das Kunstflugmodell lediglich in den Sackflug (wir sprechen von 60° Höhenruderausschlag).
Keine Frage: Die EDGE 540T geht selbstverständlich durch alle gängigen Kunstflugfiguren wie Rollen oder Looping. Durch den Messerflug geht das Modell ohne Mischer wie auf Schienen, was auch an den verbauten Side-Force-Generators liegt. Doch auch ohne Side-Force-Generators ist der Messerflug ein Kinderspiel. Lediglich im Rückenflug musste ich ganz leicht drücken. Natürlich habe ich auch gleich beim Erstflug die 3D-Fähigkeit des Modells erprobt. Auch hier geht die EDGE 540T durch alle möglichen und unmöglichen Figuren absolut super und akurat. Jeder erfahrene Pilot merkt sehr deutlich, dass die angegebene Schwerpunktslage genauso perfekt ist wie der gesamte Rest der des Modells. In der Torquerolle verhält sich die EDGE 540T sehr ruhig und die Langsamflugeigenschaften sind mehr als fantastisch. Die einzigen Grenzen sind wie so oft: Die Fähigkeiten des Piloten. Die Landung ist sowohl auf Asphalt wie auch auf Gras dank wirklich stabilem CFK-Fahrwerk kein Problem.
Nach dem ersten Flug war mein Adrenalinspiegel so hoch, dass vor dem Zweitflug erst einmal eine Pause zum Abreagieren und "Runterkommen" eingelegt wurde. Zeit also, nochmals auf die Antriebskomponenten einzugehen: Das Antriebsset, welches HACKER für dieses Modell optional empfiehlt, ist mehr als ausreichend dimensioniert und stellt zu jedem Zeitpunkt absolute Power und Dynamik zur Verfügung. Kurzzeitig werden Stromspitzen von maximal 70 Ampere gemessen, im Normalflug sind 15 - 30 Ampere jedoch der Regelfall und erstaunlich wenig für ein Modell in der Grösse. Die Flugzeit beträgt mit einem 5S Lipo-Akku und 3.400 mAh Kapaziät ca. 6 - 7 Minuten.
Mein Fazit
Die Extreme Flight EDGE 540T von HACKER MOTOR überzeugt auf gesamter Linie. Vom ARF-Baukasten, über die Montage bis zum Design ist das Modell von bester Qualität und punktet mit pfiffigen Detaillösungen wie zum Beispiel der integrierte Motordom, der auftretende Kräfte gezielt bis weit in den Rumpf leitet. Das von HACKER optional empfohlene Zubehör ist perfekt auf das Modell abgestimmt und bietet auch im extremen 3D-Flug mehr als genügend Leistungsreserven. Die Extreme Flight EDGE 540T entpuppte sich in meinem Test als ein perfektes 3D-Modell. Egal welche Figur: Ob Rollenkreis, 4-Punkt-Rolle, Trudeln, jegliche Art von Messerflug, Hammerfall ... alle Manöver meistert die Extreme Flight EDGE 540T ohne Anzeichen von Schwäche.
• Akurate Verarbeitung aller Teile
• Keine deutsche Bauanleitung
Wo kaufen?Online-Shop HACKER MOTOR
Kontaktdaten des HerstellerHacker Motor GmbH | Technische Daten:• Spannweite: 1.520 mm
Setup / verbaute Komponenten:• Motor: Hacker A50 14XS V2
Gemessener Stromverbrauch:• 3D-Kunstflug: max. 70A kurzzeitig
RC-Funktionen:• Höhenruder
Telemetrie im Testmodell:Jeti MUI75 mit Strom, Spannung und entnommene Akkukapazität
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Auf den ersten Blick unterscheidet sich die neue Extreme Flight EDGE 540T von vielen anderen 3D-Kunstflugmodellen nur wenig: Nettes Design, extreme Leichtbauweise und naja - schon wieder eine EDGE. Doch die neue Extreme Flight EDGE 540T im Vertrieb von HACKER MOTOR kann mehr. Wir haben das ARF-Modell unserem jüngsten Autor Alexander Thiele anvertraut. Mit seinen 14 Jahren und insgesamt zehn Jahren Modellbauerfahrung zaubert der Ausnahmepilot mit der EDGE die schönsten 3D-Figuren an den Himmel und berichtet ausführlich über Qualität und Aufbau des Modells.
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Was mir sofort positiv an der neuen Extreme Flight EDGE 540T von HACKER (http://www.hacker-motor.com) auffällt, sind die serienmäßigen und im Lieferumfang beiliegenden, sehr gut verarbeiteten Flächentaschen. Alles andere als normal für ein Modell in dieser Grösse. Auch sämtliche Einzelteile, die ich dem Baukasten entnehme, sind sauber verpackt und gut geschützt. Somit kommt alles ohne Transportschäden beim Kunden an.
Beim näheren ersten Betrachten aller Teile fällt auf, dass die gesamte Konstruktion des Modells mit vielen Detaillösungen überzeugt. Beispiel Rumpf: Der Motordom ist nicht wie bei vielen Modellen dieser Kategorie etwa ein extra anzubauendes Teil, sondern bereits in die Rumpfkonstruktion so integriert ist, dass auftretende Kräfte des Motors zuverlässig in den Rumpf eingeleitet werden. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal der Extreme Flight EDGE 540T. Dies zeigt sich später beim Fliegen vor allen Dingen dadurch, dass keinerlei Schwingungsprobleme erkennbar sind. Eine weitere Besonderheit der Extreme Flight EDGE 540T ist auch das profilierte sehr hochwertige und gut verarbeitete Fahrwerk aus Kohlefaser. Bei der Bespannfolie hat der Hersteller zu Ultracote gegriffen - diese musste stellenweise, sicherlich aufgrund unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit und Wärmeeinflüsse, etwas nachgebügelt werden.
Die beiliegende Anleitung steht leider nur in englischer Sprache zur Verfügung und alle Längenangaben sind in Inch angegeben (1 Inch = 2,54 Zentimeter). Die vielen Bilder in der Anleitung sollten jedoch jede Frage ausreichend beantworten.
Hochwertige Einzelteile
Bei näherem Betrachten des Rumpfes und seiner Konstruktion, fällt folgendes auf: Die Extreme Flight EDGE 540T ist ausnahmslos auf leicht und daher auf extremen 3D-Kunstflug ausgelegt. Der Rumpfboden besteht tatsächlich im Wesentlichen aus Bespannfolie und in den Kanten sind Kohlestäbe verbaut. Diese sind deutlich steifer, leichter und fester als Holzleisten. Ein beplanktes Styroporformteil dient als Rumpfrücken. Dieser ist daher sehr formstabil und kann beim Transport der Extreme Flight EDGE 540T bedenkenlos angefasst werden. Das CFK-Fahrwerk ist einteilig und wird mittels vier Schrauben auf der Rumpfunterseite befestigt. Die Einschlagmuttern sind bereits vom Hersteller montiert. Auftretenten Kräfte bei etwas härteren Landungen werden vom Fahrwerk sehr gut in den Rumpf eingeleitet.
Die GFK-Motorhaube ist von höchster Qualität und perfekt im Farbenspiel des Rumpfes lackiert. Der angeformte Übergang zum Spinner lässt hier keine Wünsche offen. Dem Baukasten liegen vier exakt ausgefräste Ruderhörner aus GFK bei, zwei kurze und zwei lange. Die längeren Ruderhörner sind für die Querruder vorgesehen, die kürzeren kommen am Seiten- und Höhenruder zum Einsatz. Alles in allem ist die Extreme Flight EDGE 540T eine der top ARF-Kunstflugmaschinen, die wir bisher in unserer Familie gebaut haben. Das gesamte Modell überzeugt mich mit der am besten durchdachten Konstruktion.
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HACKER MOTOR empfiehlt für die Extreme Flight EDGE 540T als Antriebslösung einen A50 14XS V2 in Kombination mit einem Master Basic 70 SB als Regler. Als Rudermaschinen werden SAVÖX SH-1350 für alle vier Ruder empfohlen. Der Strom kommt dabei aus einem Lipo-Akku aus der HACKER Topfuel light Serie mit fünf Zellen, 3.400 mAh Kapazität und 30C Entladestrom. Genau dieser Vorschlag des Herstellers wurde auch im Testmodell von mir verwendet. Dazu kommt noch ein Jeti R5 Empfänger und eine auf Jeti umgerüstete Cockpit SX von MULTIPLEX.
Aufbau und Montage des Modells
Beim Aufbau des Modells halte ich mich nur bedingt an die Vorgaben des Herstellers und lasse meine eigenen Erfahrungen gezielt einlaufen. Trotzdem: Wer sich exakt an die Anleitung des Herstellers hält, wird sicherlich nicht enttäuscht. Als erstes klebe ich die Anlenkungshebel in die Querruder ein. Dies geschieht mit 5-Minuten-Epoxy. Falls man nicht die, wie in der Anleitung abgebildeten Hitec HS-5245MG verwendet, müssen eventuell die Aussparungen für die Servos angepasst werden. Beim nächsten Bauschritt habe ich, anders als in der Bauanleitung vom Hersteller beschrieben, zuerst die Querruder-Servos eingebaut. Dann wurden die verlängerten Servokabel an sogenannte MPX-Stecker (männlich) gelötet und diese in speziell angefertigte Halterungen in den Flügel geklebt. Im Rumpf habe ich die entsprechenden MPX-Buchsen (weiblich) eingebaut. An diese sind die Kabel zum Empfänger angelötet. Damit wird beim Anstecken der Tragflächen automatisch die elektrische Verbindung von den Querruder-Servos zum Empfänger hergestellt. Da die MPX-Stecker bekanntlich über sechs Pins verfügen, werden für Plus, Minus und Servo-Impuls jeweils zwei Pins verwendet. Diese Wahl der verkabelung ist bedeutend sicherer und vor allen Dingen auch praktischer als das Einfädeln der aus dem Flügel hängenden Servokabel in den Rumpf und das anschließende Einstecken derselben in den Empfänger.
Diese leichte Modifikation funktioniert jedoch nur, wenn man eine exakte Flucht vom Stecker in den Flächen zur Buchse im Rumpf realisiert. Dazu hat sich folgende Methode sehr bewährt: Zunächst wird der Einbauraum für die Buchse im Rumpf etwas grösser als nötig ausgeschnitten. Jetzt wird die Fläche mit fertig eingebautem Stecker an den Rumpf angesteckt und mit der vorgesehenen Kunststoffschraube gesichert - also, wie wenn die Tragfläche zum Fliegen am Modell montiert wird. Nun wird von Rumpfinneren die Buchse eingesteckt und von hinten her mit der Heißklebepistole festgeklebt. Der flüssige Kunststoff ist das krasse Gegenteil von Sekundenkleber. Er fließt kaum und läuft mit etwas Übung nahezu nur dort hin, wo ich ihn tatsächlich haben möchte. Also wird nur die Buchse im Rumpf gehalten und nicht etwa mit dem Stecker verklebt. Allerdings musste ich im Rumpf der Extreme Flight EDGE 540T erst rechts und dann links ein entsprechendes Teil aus 4 Millimeter starkem Pappelsperrholz einbauen, um genügend "Fleisch" zu bekommen, an dem mit ausreichender Festigkeit die Buchsen eingeklebt werden konnten. Dies war die einzige Modifikation, die von mir gegenüber der Serienversion vorgenommen wurde, wobei auch eine konventionelle Verkabelung zwar weniger elegant, jedoch sicherlich ausreichend wäre!
Dann habe ich, wie in der Bauanleitung beschrieben, die Querruder mit den beiliegenden Fliesscharnieren eingebaut. Anschließend folgte die Querruderanlenkung und schnell waren die Flügel flugfertig. Es fehlte noch der Rumpf.
Der Aufbau des Rumpfes startet mit der Montage des CFK-Fahrwerks. In Sachen Fahrwerk muss ich klar sagen, dass ich noch nie eine so gute Krafteinleitung von Fahrwerk in den Rumpf bei einem ARF-Kunstflugmodell dieser Grösse gesehen habe. Selbiges gilt auch für die fließende Integration des Motordoms. Als nächstes sieht die Anleitung vor, die Ruderhörner des Höhenleitwerks einzukleben. Auch hier kommt 5-Minuten-Epoxy zur Verwendung. Danach habe ich zuerst die Bespannfolie über den bereits vor definierten Servokästen entfernt und das Höhenruder und Höhenleitwerk eingebaut. Mit denen von HACKER empfohlenen Servos (SAVÖX SH-1350) muss der Servokasten in seiner Grösse leicht verändert werden. Auch beim Seitenruder wird zuerst das Ruderhorn eingeklebt, dann das Ruder an das Seitenleitwerk mit Fliesscharnieren angeklebt. Anschließend wird das Höhenruder- und Seitenruder-Servo eingebaut und auch gleich das Gestänge montiert. Wer die von HACKER empfohlenen Servos (SAVÖX SH-1350) verwendet, muss den Servoschacht in seiner Grösse leicht anpassen. Mit dem richtigen Werkzeug - beispielweise einem Dremel oder Proxxon - ist dies innerhalb weniger Augenblicke zuverlässig und akurat erledigt.
Jetzt wird der Motor mittels Rückwandbefestigung eingesetzt. Wichtig hierbei ist, dass die Befestigungsschrauben mit LOCTITE eingeklebt werden. Im gleichen Bauschritt wird auch der Regler an der Unterseite des Motordoms mit einem Kabelbinder fest verzurrt. Nun werden mit der bewährten Pappstreifenmethode in die GFK-Motorhaube die Löcher für die Befestigung zuerst angezeichnet und anschließend gebohrt. Passt alles, kann die bereits jetzt die Motorhaube mit dem Rumpf verschraubt werden.
Was jetzt noch erledigt werden muss: Die Akku- und die Empfängerbefestigung. Der Akku wird klassisch mit Klettband und zusätzlich zwei Klettschlaufen im Rumpf zuverlässig gesichert. So kann er garantiert nicht verrutschen oder sich gar lösen. Zur Empfängerbefestigung reicht ein Kabelbinder. Nun können auch die sogenannten Side-Force-Generators (SFG) montiert werden, welche zum sicheren Transport des Modells jederzeit wieder schnell abgeschraubt werden können. Final stehen dann noch leichte "Schönheitsoperationen" an. An manchen Stellen der Bespannfolie, musste ich ein wenig nachbügeln und die dem Baukasten beiliegenden Aufkleber habe ich mit dem bekannten „Spülmitteltrick“ aufgebracht. Die Radverkleidungen benötigen noch eine kleine Bohrung für die Radachse und werden dann mit den Rädern montiert. Zum Schluss habe ich alle Kabel im Rumpf noch mit Kabelbinder gegen ein Herumschlagen ausreichend gesichert und den Propeller mit dem Spinner montiert. Die Edge 540T wäre bereit für ihren Erstflug!
Gebaut für hemmungslosen 3D-Kunstflug
Der Erstflug brachte nur positive Überraschungen mit sich und verlief ausgesprochen gut. Besser gesagt, er verlief richtig geil! Die EDGE 540T steht am Start, die Knie sind zugegeben recht weich und ich gebe Halbgas. Das Modell rollt ein paar Meter an und hebt dann schnell ab. Ich mußte lediglich ein wenig am Querruder trimmen, alle anderen Achsen bedurften keiner weiteren Korrektur.
Zuerst habe ich auf entsprechender Sicherheitshöhe das Abrissverhalten der Edge 540T getestet. Das Modell schmiert nicht ab und verhält sich sehr gutmütig - fast wie ein Trainer. Wenn ich voll ziehe, gerät das Kunstflugmodell lediglich in den Sackflug (wir sprechen von 60° Höhenruderausschlag).
Keine Frage: Die EDGE 540T geht selbstverständlich durch alle gängigen Kunstflugfiguren wie Rollen oder Looping. Durch den Messerflug geht das Modell ohne Mischer wie auf Schienen, was auch an den verbauten Side-Force-Generators liegt. Doch auch ohne Side-Force-Generators ist der Messerflug ein Kinderspiel. Lediglich im Rückenflug musste ich ganz leicht drücken. Natürlich habe ich auch gleich beim Erstflug die 3D-Fähigkeit des Modells erprobt. Auch hier geht die EDGE 540T durch alle möglichen und unmöglichen Figuren absolut super und akurat. Jeder erfahrene Pilot merkt sehr deutlich, dass die angegebene Schwerpunktslage genauso perfekt ist wie der gesamte Rest der des Modells. In der Torquerolle verhält sich die EDGE 540T sehr ruhig und die Langsamflugeigenschaften sind mehr als fantastisch. Die einzigen Grenzen sind wie so oft: Die Fähigkeiten des Piloten. Die Landung ist sowohl auf Asphalt wie auch auf Gras dank wirklich stabilem CFK-Fahrwerk kein Problem.
Nach dem ersten Flug war mein Adrenalinspiegel so hoch, dass vor dem Zweitflug erst einmal eine Pause zum Abreagieren und "Runterkommen" eingelegt wurde. Zeit also, nochmals auf die Antriebskomponenten einzugehen: Das Antriebsset, welches HACKER für dieses Modell optional empfiehlt, ist mehr als ausreichend dimensioniert und stellt zu jedem Zeitpunkt absolute Power und Dynamik zur Verfügung. Kurzzeitig werden Stromspitzen von maximal 70 Ampere gemessen, im Normalflug sind 15 - 30 Ampere jedoch der Regelfall und erstaunlich wenig für ein Modell in der Grösse. Die Flugzeit beträgt mit einem 5S Lipo-Akku und 3.400 mAh Kapaziät ca. 6 - 7 Minuten.
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Kontaktdaten des HerstellerHacker Motor GmbH | Technische Daten:• Spannweite: 1.520 mm
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