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Test: Blade mCPX von HORIZON HOBBY

von Björn Dommershausen vom 13. April 2011
Artikel-ID: 20110413-FM-01 Rubrik: Helikopter

Mit dem Blade mCPX ist es Horizon Hobby/E-Flite wieder einmal gelungen, ein Modell zu entwickeln, das in Sachen Spassfaktor seinesgleichen sucht. Mit nur 245 Millimetern Hauptrotordurchmesser ist der Blade mCPX der wohl kleinste und mit 45,5 Gramm sicherlich auch der leichteste Flybarless-Serienhubschrauber der Welt.


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Test Blade mCPXIch bin Großes gewohnt. Meine Arbeitsgeräte hören auf den Namen 6HV und 7HV, machen ordentlich Wind und fliegen mit mehr als einer Lipo-Zelle. Grund genug also, dass ich den Winzling aus dem Hause Horizon ganz genau unter die Lupe nehme. 

Wie alle bisherigen flugfertigen Produkte aus dem Hause Horizon Hobby, kann auch der Blade mCPX nur mit einer kompatiblen 2,4 GHz-Anlage von Spektrum gesteuert werden. Besitzt man bereits eine Spektrum-Funke (DX6, DX7 oder eine DX8), greift man am besten zur günstigen BNF-Version und bindet den Hubschrauber mit dem eignen Sender.

Im Lieferumfang der etwas teureren RTF-Version liegt bereits eine DX4-Steuerung mit bei. Also ideal für alle, die mit Spektrum bisher noch keine Berührungspunkte hatten und trotzdem auf den Spass mit dem Zwerg nicht verzichten möchten.

Die DX4 liegt gut in der Hand, die Knüppel lassen sich perfekt bedienen, die Habtik ist hochwertig. Löblich und längst kein Standard: Die Knüppelbelegung lässt sich neben Mode 1 und 2 auch auf Mode 3 und 4 verändern. Gefüttert wird der Sender von hinten mit vier Mignonzellen, die übrigens mit zum Lieferumfang gehören. Eine Trainer-Buchse zum Betrieb an einem Simulator befindet sich rechts unten auf der Rückseite der Steuerung.

Horizon hatte uns mit seiner Blade-Serie bisher mit flugfertigen Produkten verwöhnt. Daher nur als Randnotiz: Natürlich wird auch der neue Blade mCPX komplett montiert und eingeflogen ausgeliefert: Schön verpackt in einer Kiste aus Styropor. Zum weiteren Lieferumfang zählen ein Satz "Speed-Rotorblätter", zwei Lipo-Flugakkus mit je 200mAh Kapazität, ein Ladegerät mit Netzteil und viele kleine Ersatzteile wie Heckrotorpropeller, Anlenkknochen der Blatthalter und Kabinenhaubengummis.

Während die beiden Flugakkus laden, lohnt ein Blick in die Anleitung. Viel Engagement ist in die Dokumentation geflossen. Der Hersteller verwöhnt mit guter Beschreibung und klarer Übersicht - sowohl für die DX4, als auch für den Hubschrauber. Außergewöhnlich ist die Reparatur-CD mit nützlichen Tipps rund um den mCPX.

 

Filigrane Bauweise in Super-Micro-Ausführung

Das im Lieferumfang enthaltene Ladegerät lässt sich konfigurieren und lädt den 1S Lipo bei 400mAh innerhalb von 30 Minuten. Über eine mehrstufige LED-Ampel wird optisch über den Ladestatus informiert. Während der zweite Akku am Tropf hängt, betrachte ich mir den Blade mCPX etwas genauer:  Was sich innerhalb der letzten Jahre - bei Hubschraubern im allgemeinen und beim Blade mCPX im speziellen - getan hat, ist sensationell. 

Test Blade mCPX Die Entwickler von Horizon haben in 45 Gramm nicht nur Spass, sondern auch neueste Gyrotechnologie verpackt. 3-Achsen-Kreisel, Regler, und Empfänger sitzen vereint auf dem Controller Board. Der Heckpropeller wird direkt mittels Bürstenmotor angetrieben. Nicht ganz "Stand der Technik", für den kleinen Hubschrauber jedoch mehr als ausreichend: Auch der Hauptrotor wird durch einen Bürstenmotor angetrieben.

Noch einen Satz zum 3-Achsen-Kreisel: Die Flybarless-Elektronik AS3X auf dem Mainboard kann durch den erfahrenen Modellpiloten nicht manipuliert bzw. verändert werden. Die Einstellwerte seitens des Herstellers müssen 1:1 übernommen werden. Der ganze Heli überzeugt durch filigrane Bauweise und Komponenten in Super-Micro-Ausführung. So wird die Taumelscheibe beispielsweise durch Linearservos angesteuert.

Aluminium sucht man am Blade mCPX vergebens. Der Hersteller setzt - sicherlich auch aus Kostengründen - auf bewährte Kunststofftechnik zur Ansteuerung aller mechanischen Teile. Die Kabinenhaube ist aus sehr leichtem ABS gefertigt. Der Flugakku sitzt mittig zwischen dem Landegestell. Ein CFK-Stäbchen dient als Heckausleger. Die ganze Verarbeitung des Hubschraubers ist top!

 

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Laut Dokumentation gilt besonderes Augenmerk gilt dem Binding-Prozess zwischen Empfänger und DX4. Dieser muss exakt nach Anleitung erfolgen, da es sonst zu Fehlfunktionen kommen kann. Das Binden an meine DX8 ist da schon deutlich einfacher.

 

Klassischer Kunstflug mit dem Blade mCPX

Wie bereits erwähnt, sind beide Lipos nach guten 60 Minuten voll. Im ersten Flugzustand wird der Blade mCPX über eine fast lineare Gaskurve geflogen. Bedeutet: Pitchknüppel unten entspricht Motor aus. Was mir sofort positiv auffällt, ist das sehr neutrale Flugverhalten mit den "normalen" Blättern. Der Blade mCPX folgt sehr brav und weich meinen Steuerbefehlen. Die DX4 verfügt über einen Schalter für Dual-Rate. Wird dieser betätigt, werden die Ausschläge am Modell deutlich erhöht, was wiederum ein aggressiveres Flugverhalten zur Folge hat.

Test Blade mCPXSchalte ich nun zusätzlich in den "Stunt Mode", zieht sich ein breites Grinsen über mein Gesicht. Die Drehzahl erhöht sich merklich, der Bürstenantrieb legt einen Zahn zu und der Blade ist nun bereit zu zeigen, was in ihm steckt: Kunstflug!

Die klassischen Figuren wie Loopings, Rollen und Rückenflug gelingen auf Anhieb. Trotzdem gilt Vorsicht mit Pitch. Zu schnell und zu viel lässt das Heck schlagartig ausbrechen. Alles in allem geht der Blade trotzdem durch fast alle Kunstflugfiguren, ist aber durch seine Leistung natürlich begrenzt. So wird ein eher dynamischer Flugstil - gerade beim Kunstflug - vorausgesetzt.

Nach guten 3 bis 4 Minuten Flugzeit mit unzähligen Überschlägen, lässt die Leistung des Blade mCPX sehr schnell deutlich nach. Bevor jetzt der zweite Lipo angeschlossen wird, sollte man dem Bürstenantrieb etwas Zeit zum Abkühlen geben. Die Zeit nutze ich, um die "Speed-Blätter" zu montieren. Sie unterscheiden sich von den normalen Blättern durch eine Kunststoff-Spitze an der Blattvorderkante. Der Heli wird dadurch nicht nur deutlich schneller - er lässt sich sehr präzise steuern, verliert aber auch an zyklischer Wendigkeit.

Egal ob Anfänger oder fortgeschrittener Hubschrauber-Pilot: Der Blade mCPX wird sicherlich irgendwann abstürzen. Dies steckt der Blade mCPX aufgrund seines geringen Gewichts ganz gut weg  und ist im Handumdrehen wieder startklar. Trotzdem ist der Winzling nicht unkaputtbar, ein Crash gegen eine Wand oder ein Aufschlag auf Beton werden sicherlich einen größeren Schaden am Modell verursachen.

 

Mein Fazit:

Was bisher nur bei den großen Helis ging, hat Horizon jetzt auch im Kleinen umgesetzt:  Klassischer 3D-Kunstflug ist mit dem Blade mCPX absolut kein Problem. Der Mini-Heli geht perfekt durch alle Flugmanöver. Bei Spezial-Figuren kommt der Blade mCPX jedoch sehr schnell an seine natürliche Leistungsgrenze. Dank gutmütigem Flugverhalten und guter Crash-Resistenz, ist der Hubschrauber auch für Anfänger durchaus eine exzellente Wahl. Trotzdem gebührt dem Kleinen ordentlich Respekt: Die hohe Drehzahl am Rotorkopf ist nicht ohne!

 

Technische Daten:

• Rotorkopf: Flybarless
• Rotordurchmesser: 245 mm
• Heckrotordurchmesser: 36,5 mm
• Heckrotorantrieb: Heckmotor, Bürste
• Länge: ca. 235 mm
• Höhe: ca. 93 mm
• Gewicht: ca. 45.5 g
• RC-Funktionen:     Nick, Roll, Heckrotor, Pitch, Gasvorwahl
• Kreisel: AS3X
• Akku: 2 Stück, LiPo 200mAh 1S
• Inklusive Fernsteuerung DX4
• Inklusive Ladegerät, Anleitung, CD und Ersatzteile

 

Gut

• Gute Verarbeitung
• Absolut für 3D-Kunstflug zu empfehlen
• Umfangreiches Zubehör
• Vorbildliche Anleitung

Weniger gut

• Mir fällt nichts Negatives auf

 

Kontaktdaten Hersteller:

Horizon Hobby GmbH
Hamburger Str. 10
25337 Elmshorn
Telefon: 04121/46199-60
Email: info@horizonhobby.de
Internet: http://www.horizonhobby.de

 

 

     
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