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Test: KYOSHO aiRium Piper PA34 VE29 Twin

von Thomas Schelhorn vom 4. März 2011
Artikel-ID: 20110304-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Die Erfolgsgeschichte der aiRium-Modelle von KYOSHO geht weiter. Als Neuheiten für 2011 wurden einige Modell bereits vor der Spielwarenmesse angekündigt. Darunter eine EDGE540 und eine zweimotorige Piper. Zwei Motoren bei einer Spannweite von unter 770 Millimetern? Das muss rocken und die Piper ist schnell bestellt.

Die Erfolgsgeschichte der aiRium-Modelle von KYOSHO geht weiter. Als Neuheiten für 2011 wurden einige Modell bereits vor der Spielwarenmesse angekündigt. Darunter eine EDGE540 und eine zweimotorige Piper. Zwei Motoren bei einer Spannweite von unter 770 Millimetern? Das muss rocken und die Piper ist schnell bestellt.Der Hersteller macht einem die Auswahl jedoch nicht einfach, denn das Micro-Scale-Modell wird in zwei unterschiedlichen Farb- und Ausstattungsvarianten angeboten. Für 279 Euro UVP liegt im Lieferumfang ein 2,4 GHz-Handsender mit bei. Der passende Empfänger ist in dieser Version bereits eingebaut und an den Sender gebunden, alle Komponenten sind angeschlossen. Zum Abflug bedarf es tatsächlich nur noch weniger Handgriffe. Für 30 Euro weniger gibt es das Modell ohne Sender und ohne Empfänger. Zu empfehlen also für Modellpiloten mit bereits vorhandenem Equipment. Unabhängig der Ausstattungsvariante bedarf es noch einem passenden Antriebsakku. KYOSHO empfiehlt zu seiner Piper einen Lipo 2S mit 800mAh.

Ich habe mich für die rote/weisse Version der Piper entschieden. Optional gibt es das Modell noch mit blau/weissem Dekor. Der Rumpf ist hoch fest geschäumt, die Tragfläche und das Höhenleitwerk bestehen aus einer Art Depron. Das Dekor ist bereits aufgeklebt. Etwas "unpassend" ist der KYOSHO-Schriftzug auf der Tragfläche des Modells. Es passt einfach nicht zur Scale-Optik. Der Hersteller hätte hier einen optionalen Aufkleber dem Lieferumfang beilegen können.

 

Zwei Motoren in dieser Modellgrösse sieht man wohl selten

Für 249 bzw. 279 Euro ist die Piper PA-34 zugegeben das teuerste Modell aus der aiRium-Serie, bietet aber mit zwei starken Brushless-Motoren einen unvergleichbaren Look. Zwei Motoren in dieser Modellgrösse, gepaart mit viel Scale-Optik, ist bisher vermutlich einzigartig. Der Lieferumfang ist überschaubar und der Vorfertigungsgrad des Modells ist - wie bisher bei allen aiRium-Modellen - sehr hoch. Aus weniger als 10 einzelnen Komponenten wie Tragfläche, Höhenleitwerk oder Bugrad, entsteht innerhalb kürzester Zeit ein echter Hingucker. Alle Teile sind nochmals einzeln verpackt, Rumpf und Tragfläche befinden sich gut geschützt in Posterfolie. Der Hersteller legt Werkzeug wie Schraubendreher und Schraubenschlüssel mit bei. In einem Beutel mit Kleinteilen findet man Schrauben um das Höhenleitwerk und die Tragfläche mit dem Rumpf zu verbinden. Die Montage läuft ganz ohne Klebstoff oder Epoxi ab. Echter Mehrwert: Insgesamt vier Luftschrauben und ein Montage-Set, bestehend aus Schraubendreher und Schraubenschlüssel, liegen dem Lieferumfang bei.

Der Zusammenbau beginnt laut umfangreicher und deutscher Bedienungsanleitung mit der Montage des Höhenleitwerks. Dieses wird in das Heck geschoben und mittels einer Schraube fixiert. Der bereits in das Gestänge eingeschraubte Gabelkopf kann direkt am Ruderhorn des Höhenruders eingeklipst werden.Der Zusammenbau beginnt laut umfangreicher und deutscher Bedienungsanleitung mit der Montage des Höhenleitwerks. Dieses wird in das Heck geschoben und mittels einer Schraube fixiert. Der bereits in das Gestänge eingeschraubte Gabelkopf kann direkt am Ruderhorn des Höhenruders eingeklipst werden.

Die Tragfläche ist weitestgehend vormontiert. Das zentrale Querruder-Servo und beide Brushless-Motoren sind eingebaut und angeschlossen. Für jeden Motor steht natürlich jeweils ein separater kleiner Regler zur Verfügung. Beide werden über ein Y-Kabel an den Empfänger angeschlossen. Die gesamte Tragfläche wird als eine Einheit auf der Unterseite des Rumpfes mittels zweier Schrauben aus Kunststoff verschraubt. Doch aufgepasst: Werden die Kunststoff-Schrauben zu sehr angezogen, ziehen sie sich unschön in den Schaum auf der Unterseite der Tragfläche. Grundsätzlich gilt Vorsicht beim Umgang mit Tragfläche und Rumpf. Schnell entstehen durch Unachtsamkeit unschöne Druckstellen.

Die Befestigung des angelenken Bugrads ist genial gelöst. Über eine Art "Wartungsklappe" am Rumpfvorderteil, bekommt man Zugriff auf die Anlenkung, welche übrigens direkt mittels Stahldraht mit dem Seitenruder-Servo verbunden ist. Das Rad wird mit dem Gestänge eingeschoben und mittels einer Madenschraube gesichert - fertig. 

 

Der Schwerpunkt des Modells ergibt sich durch die Position des Akkus

Bevor die Tragfläche mit dem Rumpf tatsächlich verschraubt wird, empfehle ich vorab einen kurzen Funktioncheck der Servos und beider Motoren. Dazu wird der Empfänger angeschlossen. Insgesamt vier Kanäle für Quer-, Höhen-, Seitenruder und Motor benötigt das KYOSHO-Modell. Funktioniert alles und befinden sich die Servos in mechanischer Mittelstellung, steht der "Hochzeit" nichts mehr im Wege. Jetzt noch schnell das Hauptfahrwerk in die dafür vorgesehene Kunststoffaufnahme geklipst und die Dreiblatt-Propeller auf die Motorwelle geschoben. Letztere werden mit jeweils einer Sechskantmutter verschraubt. Die Spinner werden anschließend aufgesteckt. Hier empfiehlt sich zur Sicherung etwas UHU-Por zu verwenden.

Das Fach für den Antriebsakku befindet sich auf der Unterseite der Tragfläche. Es nimmt den 800mAh Lipo saugend auf, Akkus mit etwas mehr Kapazität dürften aber auch ohne weitere Probleme in den Schacht passen. Der Schwerpunkt des Modells ergibt sich automatisch durch die Position des Akkus. Viel kann hier nachträglich nicht mehr verändert werden - bei meinem Modell passte der Schwerpunkt laut Anleitung auf Anhieb.Das Fach für den Antriebsakku befindet sich auf der Unterseite der Tragfläche. Es nimmt den 800mAh Lipo saugend auf, Akkus mit etwas mehr Kapazität dürften aber auch ohne weitere Probleme in den Schacht passen. Der Schwerpunkt des Modells ergibt sich automatisch durch die Position des Akkus. Viel kann hier nachträglich nicht mehr verändert werden - bei meinem Modell passte der Schwerpunkt laut Anleitung auf Anhieb.

Der erste kurze Rolltest in meinem Hobbyraum zeigt, dass sich das Modell durchaus agil am Boden bewegen lässt. Starts von glatten Asphaltpisten sollten also für das kleine Fahrwerk kein Problem darstellen. In seiner Produktbeschreibung empfiehlt KYOSHO sogar die Indoor-Tauglichkeit des Modells. Ich habe jedoch meine Zweifel mit dieser Empfehlung. Immerhin bringt die Piper fast 500 Gramm auf die Waage. Respekt vor dem Piloten, der das Modell entspannt durch die Turnhalle bewegt!

Draußen auf freiem Feld sieht es schon ganz anders aus. Nach einem kurzen obligatorischen Reichweitentest geht es trotz ordentlich Wind in den Luftraum. Der Start ist unproblematisch und nach ca. 6 Metern Anlauf schießt die Piper in den Himmel, kann aber mit Hilfe eines guten Werfers auch aus der Hand gestartet werden. Die beiden Motoren bringen satte Leistung. Bei guten 25 Metern hat das Modell die nötige Sicherheitshöhe erreicht, getrimmt werden muss das Querruder nur minimal. Die Trimmung auf Höhen- und Seitenruder passt auf Anhieb.

Das Flugbild ist sagenhaft und selbst bei Wind lässt sich der Tiefdecker nicht aus der Ruhe bringen. KYOSHO empfiehlt seine PIPER PA-34 an fortgeschrittene Modellpiloten und echte Profis. Dieser Empfehlung sollte man unbedingt folgen, für Einsteiger ist die PIPER definitiv das falsche Modell.Das Flugbild ist sagenhaft und selbst bei Wind lässt sich der Tiefdecker nicht aus der Ruhe bringen. KYOSHO empfiehlt seine PIPER PA-34 an fortgeschrittene Modellpiloten und echte Profis. Dieser Empfehlung sollte man unbedingt folgen, für Einsteiger ist die PIPER definitiv das falsche Modell.

Rollen, Rückenflug und weite Loopings machen mit der PIPER einfach nur Spass. Aber richtig toll sind nahe Vorbeiflüge in Augenhöhe. Der Scale-Faktor ist einfach genial und ich wünsche mir, dass der Akku ewig "hält". Meine Wünsche werden natürlich nicht erhört und nach guten 10 Minuten wird zur Landung angesetzt. Gegen den Wind ist auch das ein Kinderspiel. Das Modell setzt ganz entspannt auf und kommt nach wenigen Metern zum Stehen.

 

Mein Fazit:

Die PIPER PA-34 aus der aiRium-Serie von KYOSHO ist durchaus eine gute Wahl für alle fortgeschrittene Modellpiloten, die "was für zwischendurch" suchen. Als gemütlicher Feierabendflieger für windstille Abende passt das Micro-Scale-Modell selbst aufgebaut in jeden gängigen Kofferraum. Dank hoher Detailtreue ist die PIPER ein absolutes Highlight. Ein zweimotoriges Modell in dieser Grösse sieht man jedenfalls selten am Himmel.

 

Gut

• Hohe Detailtreue
• Einfach und schnell flugfertig
• Kraftvoller Durchzug dank zwei Motoren

Weniger gut

• Entgegen der Beschreibung des Herstellers für den Indoorbetrieb nicht geeignet.

 

Kontaktdaten Hersteller:

KYOSHO Deutschland GmbH
Nikolaus-Otto-Straße 4
24568 Kaltenkirchen
Telefon: +49 4191 / 932678
Internet: http://www.kyosho.de

Technische Daten:

• Länge: 766mm
• Spannweite: 900mm
• Gewicht: ca. 480g
• Motor: 2x AF400 BLS B/07/15

 

Benötiges Zubehör:

• Min. 4 Kanal-Steuerung & Empfänger
• 2S Lipo-Akku 7,4V mit 800mAh

 

Preise & Bezug:

• Über Fachhandel
• 249,00 bis 279,00 Euro (UVP)

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.4 (30 Bewertungen)

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