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Test: Mustang Nano-Racer von robbe Modellsport

von Michael Greis vom 9. Oktober 2011
Artikel-ID: 20111009-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Die Nano-Racer von robbe Modellsport sind kleine handliche Schaummodelle, die ihren original Vorbildern - zumindest in punkto maßstabsgerechter Leistung und Geschwindigkeit, sicherlich in Nichts nachstehen. Insgesamt drei unterschiedliche Modelle sind aus dieser Serie von robbe im Moment lieferbar. Unser Autor Michael Greis hat sich die Mustang ARF als Nano-Racer ausführlich angeschaut.

 

 

Test: Mustang Nano-Racer von robbe ModellsportDas Modell

Mustangs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Doch die Mustang von robbe als Nano-Racer ist anders: Mit einer Spannweite von gerade mal 650 Milimetern ist sofort klar, warum die Modelle von robbe zu Recht den Zusatz „Nano“ in ihrem Namen tragen. Klein und fein ist das, was aus der Verpackung kommt. Der Lieferumfang, die Verarbeitung aller Schaumteile und der hohe Vorfertigungsgrad lassen zu mindest auf den ersten Blick keinerlei Wünsche offen.


Der Antrieb ist für das nur 320 Gramm leichte Modell durchaus üppig gewählt. Ein Roxxy BL 2826/09 Outrunner an einem 20 A-Regler,  angetrieben durch einem 3S Lipo-Akku mit 850 mAh Kapazität, versprechen unglaubliche Flugeigenschaften und werden das Schaummodell sprichwörtlich in die Luft schießen. Wer weiß, was mit einem 4S möglich wäre –  das nur am Rande, für alle, die nicht genug bekommen. Der eingebaute Regler sollte es jedenfalls können!


Die Mustang überzeugt aber auch optisch. Das bereits ab Hersteller aufgebrachte Dekor ist stimmig und detailliert. Alles in allem macht das Modell direkt aus der Verpackung heraus einen sehr soliden Eindruck und lässt keine Schwachstellen erkennen. Rumpf samt Flügel sind aus einem Teil geschäumt und an der Unterseite mit zwei Kohlefaserholmen verstärkt. Die gesamte Antriebseinheit ist im Rumpf für mögliche Reparaturarbeiten sehr gut zugänglich, da dieser fast über die gesamte Länge des Modells oben offen ist und zum Flug mit der passgenauen Kabinenhaube verschlossen wird.


Trotz allem Lob gibt es zwei Mankos und somit leichten Punktabzug in der Gesamtwertung: Risse im Lack beider Querruder auf der Tragflächenoberseite, die sich aber vermutlich fertigungsbedingt einfach nicht vermeiden lassen, sowie unsauber und etwas lieblos verarbeitete Klebestellen der Querruderanlenkungen. Dies sind allerdings lediglich optische Mängel, welche die Flugeigenschaften nicht im Geringsten einschränken werden.

 

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Der Aufbau

Der Vorfertigungsgrad der robbe Nano-Racer ist sehr hoch. Im quadratischen Karton enthalten ist alles um das Modell flugfertig aufbauen zu können. Rumpf, samt fertig eingebauten Servos, sowie Motor und Regler -  alles verkabelt und so weit wie möglich angeschlossen. Der Brushless-Motor ist mittels vierer Schrauben an einem Träger aus Metall verschraubt. Sturz und Seitenzug sind vorgegeben und der Propeller ist samt Spinner auf der Motorwelle montiert. Das Seitenleitwerk und der Lipo-Akku liegen lose mit bei.  Außerdem enthalten ist eine mehrsprachige und ausführliche Bauanleitung sowie eine separate Anleitung zur Programmierung des Reglers, welcher allerdings bereits ab Hersteller richtig eingestellt ist.

Test: Mustang Nano-Racer von robbe ModellsportDer Aufbau des ARF-Bausatzes sollte jedem geübten Hobbypiloten in ca. 15 Minuten gelingen. Es wird lediglich das Seitenruder mit dem Rumpf verklebt, danach ist das Modell zumindest technisch flugbereit. Nun noch einen entsprechenden Empfänger mit mindestens 4 Kanälen einbauen, Quer- und Höhenruder sowie den Regler mit dem Empfänger verkabeln, den Lipo-Akku aufladen und los geht zum Erstflug. Wie die Servos und der Regler richtig an den Empfängers angeschlossen werden, beschreibt robbe Modellsport ebenfalls sehr gut und alles in allem geht der Zusammenbau wirklich sehr leicht von der Hand. Vom Aufbau bis zum Erstflug erklärt robbe in seiner mehrsprachigen Anleitung alle Details. Viele aussagekräftige Bilder runden den Gesamteindruck positiv ab.  Ist die 6-seitige Bauanleitung durchgearbeitet und der Akku geladen, kann es auch schon losgehen. Pfiffig gelöst ist die Anlenkung der Querruder. Denn diese liegt oberhalb der Tragfläche und vermeidet somit eine Beschädigung der Servos beim Laden. Mechanisch musste ich an meinem Modell übrigens gerade diese Anlenkungen des Querruder etwas nachjustieren. Alles andere passte soweit und sollte nun bereit für einen ersten Start sein.  Also – take off!

 

Das Modell im Flug

Gestartet werden die Nano-Racer allesamt aus der Hand, da es modelltypisch kein Fahrwerk gibt. Halbgas am Sender, ein kleiner Schubs und etwas Höhenruder – fliegen. Alles problemlos. Auf den ersten Metern wird bereits klar: Die Mustang als Nano-Racer ist zwar klein, möcht als schnelles Modell aber vom Piloten beherrscht werden. Es ist kein Modell für Anfänger, da die Geschwindigkeit gepaart mit der Größe dem Piloten einiges an Konzentration und Können abverlangt. Jeder der auf Geschwindigkeit und Agilität  steht, kommt hier  voll auf seine Kosten.

Test: Mustang Nano-Racer von robbe ModellsportDas Modell lässt sich durch das fehlende Seitenruder nur über Quer- und Höhenruder steuern. Das ist aber in Ordnung, da es einfach nur Spaß macht den Nano-Racer zu fordern! Schnelle Loops, sehr schnelle Rollen und spontane Richtungswechsel zaubern jedem, der den Nano-Racer gekonnt steuert, ein begeistertes Lächeln ins Gesicht: Spaß pur!  Auf Wind und leichte Böen reagiert der Flieger spürbar - ist aber dennoch jederzeit gut zu kontrollieren.

Zur Fluggeschwindigkeit lässt sich zumindest von meiner Seite aus nichts Genaues sagen, da auf Grund der Größe mein GPS-Sensor nicht eingeaut werden konnte. Nur soviel: Es wurde parallel ein Test mit einem größerem  Modell gemacht, wobei 130 km/h problemlos erreicht wurden. Der Nano-Racer ist allerdings definitiv schneller! Das Modell „hängt“ demnach sehr gut am Gas und setzt die Steuerbefehle seines Piloten exakt um. Auf Quer- und  Höhenruder sind 30% Expo daher sehr zu empfehlen, da das ganze Flugverhalten sonst zu hektisch wird.

Die Flugzeit beträgt mit dem beiliegendem 3S-Lipo und 850 mAh Kapazität etwa 8 Minuten. Natürlich abhängig je nach Flugstil. Ich fliege übrigens sportlich und konnte vertretbare 700 mAh nachladen. Eine nennenswerte Erwärmung der Antriebskomponenten nach verschiedenen Flugstilen war  nicht festzustellen und stellte somit auch kein Problem dar.

 

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Fazit

Insgesamt ist die Leistung und die Qualität der robbe Nano-Racer sicherlich beeindruckend. Das Modell hat durch stimmiges Design, qualitativ hochwertiger Verarbeitung und optimal abgestimmten RC-Komponenten durchaus überzeugt – und das alles zu einem sehr attraktiven Preis von nur 229 Euro (UVP).  Die Flugeigenschaften der Nano-Racer sind eher als giftig zu bezeichnen, fortgeschrittene Modellpiloten sollten jedoch das Modell schnell unter Kontrolle bringen können. "Kleiner Flieger ganz groß", kann ich da nur sagen. Der Nano-Racer hat durchaus das Potential zum „Immer-dabei-Modell“ um die Tage auf dem Flugplatz abzurunden.

 

Technische Daten:

• Spannweite: ca. 650 mm
• Länge: ca. 580 mm
• Gesamtflächeninhalt: ca. 9,3 dm2
• Fluggewicht: ca. 320 g
• Gesamtflächenbelastung: ca. 34,4 g/dm²

 

Wo kaufen?

Bezug über Fachhandel
Preis: 129,90 Euro (UVP)
Strassenpreis: 119,00 Euro

 

Was wird noch benötigt?

Um den robbe Mustang Nano-Racer in die Luft zu bekommen, benötigst du einen 4-Kanal-Empfänger sowie eine passende Fernsteuerung. Akku, Servos und Antriebseinheit liegen im Lieferumfang mit bei.

 

 

 

Gut

• Sehr schnelles Modell
• Hochwertige Komponenten bereits verbaut
• Kein hoher Aufwand zu Fertigstellung nötig
• Stimmiges Preis- /Leistungsverhältnis
• Hoher Spaßfaktor garantiert

 

Weniger gut

• Windanfällig durch sehr geringes Gewicht
• Unsaubere Klebestellen der Querruderanlenkung

 

Kontaktdaten des Herstellers:

robbe Modellsport
Metzloser Straße 38
36355 Grebenhain
Telefon: +496644/870
Fax: +496644/7412
Email: office@robbe.com
Internet: http://www.robbe.com

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.9 (8 Bewertungen)

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