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Test: MXS von Extreme Flight / HACKER

von Jochen Strubel vom 6. März 2011
Artikel-ID: 20110306-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Extra, Edge und Yak. Modelle die man 1000-fach auf allen Flugplätzen und Flugtagen sieht. Mit der MXS bringt Extreme Flight jetzt neuen Wind in den Kunstflug-Alltag. Doch die Erwartungen an eine Extreme Flight Maschine sind hoch. Ob die MXS diese erfüllen kann, wird sich in diesem Artikel zeigen.

Vertrieben wird das Modell vom Himmlischen Höllein und der Modellpilot kann aus zwei unterschiedlichen Design-Varianten wählen. Neben einer rot-weiß-blauen Farbkombination ist auch eine weiß-blau-schwarze Version erhältlich.Vertrieben wird das Modell vom Himmlischen Höllein und der Modellpilot kann aus zwei unterschiedlichen Design-Varianten wählen. Neben einer rot-weiß-blauen Farbkombination ist auch eine weiß-blau-schwarze Version erhältlich.

Nach öffnen des Baukasten blickt man auf sauber in Folie verpackte Bauteile. Neben sämtlichen Kleinteilen wie Ruder-Anlenkungen, Räder und Radachsen befindet sich auch ein Fahrwerk aus Kohlefaser im Lieferumfang. Einzig auf serienmäßige Flächentaschen verzichtet der Hersteller bei der Produktpalette seiner 48“ Modelle. Die Bauanleitung ist in Englisch ausgeführt und ausreichend bebildert, so dass auch mit weniger guten Englisch-Kenntnissen der Bau problemlos durchgeführt werden kann.

Begonnen wird mit dem einkleben der Querruder-Ruderhörner. Die Schlitze im Ruder sind bereits ab Werk freigelegt, so dass ich lediglich die Folie um den Schlitz mittels Tesa-Band abklebe um diese vor austretendem Kleber zu schützen. Das Ruderhorn wird mit Sekundenkleber verklebt, vorher jedoch noch mit grobem Schleifpapier angeraut um eine stabile Verbindung zu erhalten.

Als nächstes folgt das "anscharnieren" der Querruder. Hierfür liegen dem Bausatz Flies-Scharniere bei. Diese haben sich über Jahre bewährt und sind einfach zu handhaben. Entgegen der Bauanleitung klebe ich diese allerdings mit Styro-Sekundenkleber ein. Dieser hält auf Holz genauso gut, hat aber den Vorteil das er kaum weiße Flecken auf der Folie durch Ausgasungen hinterlässt bzw. diese beim Styro-Sekundenkleber mittels Aceton oder Waschbenzin entfernbar sind.

Die Servoschächte sind ab Werk von der Folie befreit und können direkt mit den empfohlenen Hitec HS65-MG bestückt werden. Nachdem das Fahrwerk montiert wurde, folgt der Einbau des Höhenleitwerk. Hier ist besondere Sorgfalt geboten, denn davon hängt ab ob die Maschine später sauber und gerade fliegt. Zuerst wird das Höhenruder durch den Spalt im Rumpf geschoben, gefolgt vom Höhenleitwerk. Nun richte ich das Höhenleitwerk parallel zur Tragfläche aus. Der Abstand jeweils von der äußersten Leitwerkskante gemessen zur äußersten Flächenkante muss ebenfalls absolut identisch sein. Ist alles sauber ausgerichtet, verklebe ich das Leitwerk mit Styro-Sekundenkleber um weiße Flecken zu vermeiden. Es folgt das "anscharnieren" des Höhen- sowie Seitenruder nach selber Vorgehensweise wie bei den Querrudern.Die Servoschächte sind ab Werk von der Folie befreit und können direkt mit den empfohlenen Hitec HS65-MG bestückt werden. Nachdem das Fahrwerk montiert wurde, folgt der Einbau des Höhenleitwerk. Hier ist besondere Sorgfalt geboten, denn davon hängt ab ob die Maschine später sauber und gerade fliegt.

Zuerst wird das Höhenruder durch den Spalt im Rumpf geschoben, gefolgt vom Höhenleitwerk. Nun richte ich das Höhenleitwerk parallel zur Tragfläche aus. Der Abstand jeweils von der äußersten Leitwerkskante gemessen zur äußersten Flächenkante muss ebenfalls absolut identisch sein.

Ist alles sauber ausgerichtet, verklebe ich das Leitwerk mit Styro-Sekundenkleber um weiße Flecken zu vermeiden. Es folgt das "anscharnieren" des Höhen- sowie Seitenruder nach selber Vorgehensweise wie bei den Querrudern.

 

Zur besseren Motor-Kühlung sind gelaserte Balsateile enthalten

Nun montiere ich das Heckfahrwerk. Dieses ist aus Kohlefaser und etwas anders aufgebaut als üblich in dieser Klasse. Normalerweise greift der Federstahl in das Seitenruder und lenkt somit das Heckrädchen mit. Bei dieser Methode reißt aber oft das Leitwerk aus bzw. bekommt Spiel. Bei dem mitgelieferten CFK-Heckfahrwerk der Extreme Flight MXS 48“ EXP wird mittels eines Alu-Hebels, der von unten an das Seitenruder geschraubt wird, das Heckfahrwerk mit gelenkt. Hier kann nichts ausreißen oder „Luft“ bekommen.

Der im Testmodell zum Einsatz kommende Hacker A30-12L V2 passt mittels Montagekreuz und „Heckmount-Montage“ perfekt an den Motordom. Für bessere Kühlung sind gelaserte Balsateile enthalten um eine Luftführung zu realisieren, welche in die Motorhaube einströmende Luft gezielt auf den Motor umlenkt. So behält der Motor auch im härtesten Sommer einen kühlen Kopf.Der im Testmodell zum Einsatz kommende Hacker A30-12L V2 passt mittels Montagekreuz und „Heckmount-Montage“ perfekt an den Motordom.

Für bessere Kühlung sind gelaserte Balsateile enthalten um eine Luftführung zu realisieren, welche in die Motorhaube einströmende Luft gezielt auf den Motor umlenkt. So behält der Motor auch im härtesten Sommer einen kühlen Kopf.

Abschließend noch die Ruder-Anlenkungen realisieren, den Sender programmieren und schon steht die MXS nach einem lockeren Samstag Nachmittag Bauzeit flugfertig auf der Werkbank. Vor dem Erstflug überprüfe ich noch den Schwerpunkt. Da vom Hersteller empfohlene Komponenten verwendet wurden, gibt es hier keine Überraschungen.

 

Mit ein wenig Übung reicht es zur Harrierlandung

Am Flugplatz angekommen noch schnell das Modell aufgebaut und schon geht’s zum Erstflug. Halbgas reicht bereits zum Abheben aus und die MXS zieht schnurgerade davon. Eine Trimmrunde später noch schnell den Schwerpunkt im Flug gecheckt, sowie das Abreißverhalten ertastet, welches quasi nicht vorhanden ist, da die MXS völlig unbeirrt in einen sauber kontrollierbaren Sackflug übergeht, juckt es in den Fingern und ich mache mich an die ersten Kunstflugfiguren.

Auf große Ausschläge geschaltet, begeistert die MXS mit einer irren Rollrate. Doch auch langsame, wie an der Schnur gezogene Rollen über die komplette Pistenlänge gelingen mit etwas Übung.Auf große Ausschläge geschaltet, begeistert die MXS mit einer irren Rollrate. Doch auch langsame, wie an der Schnur gezogene Rollen über die komplette Pistenlänge gelingen mit etwas Übung.

Der maximale Höhenruderausschlag ist dank des beiliegenden GFK-Servohebel enorm und lässt die verrücktesten Überschläge zu, so dass man mit der MXS eine ganz neue Figurenpalette abrufen kann. Um die Stabilität braucht sich der Pilot dabei keinerlei Gedanken machen.

Ob Vollgas-, Positiv/Negativ Snaps oder Vollgas-Somenzini-Rollen - die Statik der MXS hält das mühelos aus. Mit ein wenig Übung reicht zur Harrierlandung ein kurzes Grasstück von 2-3 Metern Länge.

 

Die SFG´s sind optisch sicher Geschmackssache

Durch die Verwendung einer Aeronaut Cam Carbon 12x6,5 Klappluftschraube an einem 52er Meyer-Klemm-Mittelstück bleibt die Maschine in jeder Lage angenehm leise. Mit dieser Luftschraube fließen nach 60 Sekunden Motorlaufzeit am Boden ca. 40A. Der Durchschnittsstrom liegt deutlich darunter, weshalb Motor, Regler und Akku stets einen kühlen Kopf bewahren.

Extreme Flight RC legt dem Bausatz zwei unterschiedliche Typen an Randbögen bei. Einmal ein formschönes GFK-Teil und einmal sogenannte „SFG`s“ (Side Force Generatoren). Die GFK-Randbögen sehen sehr schön aus und werten die MXS optisch auf, jedoch leidet die Rollrate unter der Spannweiten-Vergrößerung enorm. Die SFG´s hingehen sind optisch sicher Geschmackssache. Das Messerflugverhalten sowie die Pendelbewegung bei überzogenen Flugzuständen um die Längsachse werden allerdings erheblich verbessert. Einziger Negativpunkt auf die Flugeigenschaften bezogen ist die Windanfälligkeit. So pendelt die MXS mit montierten SFG´s bei Windböen deutlich um die Hochachse.

 

Extreme Flight RC hat es wieder einmal geschafft und ein Kunstflugmodell der Extra klasse auf den Markt gebracht. Die Flugleistungen knüpfen nahtlos an die Konkurrenten Edge und Extra EXP an und brauchen vor der Konkurrenz keinen Vergleich scheuen. MXS Käufer werden zudem mit einer gewissen „Exklusivität“ belohnt, da dieser Modelltyp eher wenig verbreitet ist. Die große Stärke der MXS liegt auch in der "Kofferraum-Freundlichkeit", gepaart mit Flugeigenschaften wie man sie sonst eigentlich nur von größeren Modellen kennt, so freue ich mich in Zukunft auf viele weiteren Flüge mit der MXS und kann dieses Modell nur jedem empfehlen.Mein Fazit:

Extreme Flight RC hat es wieder einmal geschafft und ein Kunstflugmodell der Extra klasse auf den Markt gebracht. Die Flugleistungen knüpfen nahtlos an die Konkurrenten Edge und Extra EXP an und brauchen vor der Konkurrenz keinen Vergleich scheuen. MXS Käufer werden zudem mit einer gewissen „Exklusivität“ belohnt, da dieser Modelltyp eher wenig verbreitet ist. Die große Stärke der MXS liegt auch in der "Kofferraum-Freundlichkeit", gepaart mit Flugeigenschaften wie man sie sonst eigentlich nur von größeren Modellen kennt, so freue ich mich in Zukunft auf viele weiteren Flüge mit der MXS und kann dieses Modell nur jedem empfehlen.

 

Über den Autor:

Jochen Strubel hat 1998 beim FSC-Knittlingen mit dem Modellflug begonnen. Heute legt der 23 jährige seinen Schwerpunkt auf Kunstflug - hauptsächlich mit großen Benzin-Modellen. Im Moment arbeitet Jochen an einem 2,4 Meter großen Elektro-Modell. Seit 2010 ist er aktiv in der F3A-X Wettbewerbsklasse. Jochen Strubel ist gelernter Elektroniker für Automatisierungstechnik.

 

Gut

• Saubere Verarbeitung aller Teile
• Hochwertige Bespannung
• Uneingeschränkt 3D-fähig

Weniger gut

• Keine deutsche Bauanleitung

 

Wo kaufen?

Bezug: Himmlischer Höllein
Preis inkl. aller Komponenten: ca. 470,00 Euro
Internet: Online Shop Himmlischer Höllein

 

 

 

Technische Daten:

• Hersteller/Importeur: ExtremeFlight/Hacker
• Vertrieb: Himmlischer Höllein
• Bauweise: GFK/Holz
• Spannweite: ca. 1.220 mm
• Flächeninhalt: ca. 32 dm²
• Flächenbelastung: 40.6 g/dm²
• Fluggewicht ab: 1.190 bis 1.300 g
• RC-Funktionen: Höhe/Seite/Quer/Motor

 

Setup / verbaute Komponenten:

• Motor: Hacker A30-12L V2, 1000 U/min/V
• Regler: Master 40-SB Basic, BEC-Drehzahlsteller 6-18 NC / 2-6 LiPo Zellen
• Akku: TopFuel Hacker LiPo-Akku 3S/2450mAh, 11.1V
• Servos: 3x Hitec HS65-MG
• Servos Höhe: 1x Hitec HS81
• Luftschraube: Aeronaut Cam Carbon 12x6,5 Klappluftschraube

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.7 (12 Bewertungen)

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