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Test: Piper J-3 Cub von JAMARA

von Ralf Ludwig vom 22. Februar 2011
Artikel-ID: 20110222-FM-01 Rubrik: Flächenmodelle

Als die Redaktion von RC-MODELLSCOUT.DE bei mir anrief und fragte, ob ich Interesse an einem Test über die neue Piper J-3 Cub von JAMARA hätte, musste ich nicht lange überlegen: "Her damit!" war meine spontane Antwort. Schon seit längerem fliege ich eine Piper J-3 mit einer Spannweite von 2.150 Millimetern, da kommt das kleine Scale-Modell als praktischer Feierabend-Flieger mehr als gerufen.


Nicht zuletzt durch die generell gutmütigen Flugeigenschaften der Piper J-3 Cub, spricht JAMARA mit seiner Neuheit sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Modellpiloten an und liefert das Modell in zwei unterschiedlichen Ausstattungsvarianten aus: Anfänger greifen zur RTF-Version. Mit 2,4 GHz-Sender, Lipo-Akku und einem weitgehend vormontierten Modell ist alles dabei, was zum Einstieg in den Modellflug benötigt wird. Für Fortgeschrittene tut es auch die PNP-Version. Dann ohne Sender und ohne Lipo-Akku, dafür deutlich günstiger und mit allen Komponenten wie Brushless-Motor, Regler und Servos - natürlich alles eingebaut und angeschlossen. Für den Test stand mir die PNP-version zur Verfügung.Nicht zuletzt durch die generell gutmütigen Flugeigenschaften der Piper J-3 Cub, spricht JAMARA mit seiner Neuheit sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Modellpiloten an und liefert das Modell in zwei unterschiedlichen Ausstattungsvarianten aus: Anfänger greifen zur RTF-Version. Mit 2,4 GHz-Sender, Lipo-Akku und einem weitgehend vormontierten Modell ist alles dabei, was zum Einstieg in den Modellflug benötigt wird. Für Fortgeschrittene tut es auch die PNP-Version. Dann ohne Sender und ohne Lipo-Akku, dafür deutlich günstiger und mit allen Komponenten wie Brushless-Motor, Regler und Servos - natürlich alles eingebaut und angeschlossen. Für den Test stand mir die PNP-version zur Verfügung.

 

 

Wusstest du, dass...

• ...die Piper J-3 Cub von 1938 bis 1947 mehr als 14.000 mal gebaut wurde?
• ...noch heute fast identische Nachbauten gefertigt werden?
• ...der kleine Bär im "Cub"-Logo der Piper den Namen gab?
• ...die Basismotorisierung lediglich 40 PS betrug und später auf 85 PS ausgeweitet wurde?
• ...es von der Piper J-3 eine Militärversion (Piper L-4) gab und diese im zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam?

 

Das Modell überzeugt mit vielen liebevollen Details

Der gesamte Bausatz besteht aus weniger als 10 Einzelteile. Alles ist sauber verpackt und in der Umverpackung nochmals in einzelnen Schachteln gegen Schäden gesichert. Die Bedienungsanleitung ist JAMARA-typisch gut bebildert und in deutscher Sprache verfasst. Selbst absolute Einsteiger und Modellbauleien werden damit klar kommen. Neben einem Kleinteilesatz inkl. Schrauben und Schraubendreher, legt der Hersteller noch original JAMARA 4-Minuten-Epoxid mit bei. Tragflächen und Rumpf sind aus EPO geschäumt, das Höhenleitwerk und das Seitenruder bestehen aus einer Art Depron. Alle EPO-Teile sind gelb lackiert. Alles in allem bestechen alle Teile durch sehr gute Verarbeitung und hervorragendem Finish. Dabei überzeugt das Modell mit vielen liebevollen Details: So ist die angedeutete Rippen-Konstruktion in der EPO-Tragfläche aufwendig nachgebildet und die Tragflächenverstrebungen entsprechen exakt dem Original. Weitere Scale-Details später.

Dank bereits verbautem Brushless-Motor, Regler und Servos ist der Zusammenbau der Piper ein echtes Kinderspiel. Selbst die Luftschraube ist ab Hersteller bereits montiert. Viel gibt es zum Zusammenbau nicht zu erzählen, denn in weniger als 20 Minuten ist alles erledigt - inkl. Einbau des Empfängers und Programmierung des Senders. Begonnen wird der Zusammenbau mit dem Heck. Das Höhenleitwerk wird einfach in den Rumpf geschoben und mittels vier Schrauben von oben gesichert. Wo beim Original Stahlseile zum Einsatz kommen, werden beim Modell 4 kurze CFK-Stäbe als "Verspannung" mit Epoxid zwischen Seiten- und Höhenleitwerk eingeklebt. Seitenruder und Spornrad sind bereits herstellerseitig montiert.Dank bereits verbautem Brushless-Motor, Regler und Servos ist der Zusammenbau der Piper ein echtes Kinderspiel. Selbst die Luftschraube ist ab Hersteller bereits montiert. Viel gibt es zum Zusammenbau nicht zu erzählen, denn in weniger als 20 Minuten ist alles erledigt - inkl. Einbau des Empfängers und Programmierung des Senders. Begonnen wird der Zusammenbau mit dem Heck. Das Höhenleitwerk wird einfach in den Rumpf geschoben und mittels vier Schrauben von oben gesichert. Wo beim Original Stahlseile zum Einsatz kommen, werden beim Modell 4 kurze CFK-Stäbe als "Verspannung" mit Epoxid zwischen Seiten- und Höhenleitwerk eingeklebt. Seitenruder und Spornrad sind bereits herstellerseitig montiert.

Der nächste Arbeitsschritt befasst sich mit der Tragfläche. Diese ist zweigeteilt und wird mittels Epoxid zusammengeklebt. Ein noch einzuklebendes GFK-Stäbchen sorgt für die nötige Stabilität der Fläche. Die Zuleitungen zu den Querruder-Servos werden über eine kleine Platine zusammengesteckt. Diese Platine erfüllt den selben Zweck wie ein normales Y-Kabel. Die aufwendig gestalteten Tragflächenverstrebungen aus Kunststoff sind bereits unterhalb der Tragfläche angeschraubt und werden lediglich ausgeklappt. Die miteinander verklebten Tragflächenhälften werden als gesamte Einheit mittels zweier Kunststoff-Schrauben auf den Rumpf gesetzt und verschraubt.

 

Innerhalb weniger Minuten zum Eyecatcher

Zum Schluss wird das Fahrwerk als gesamte Einheit in den Rumpf gesteckt und mittels zweier Schrauben gemeinsam mit den beiden Tragflächenverstrebungen verschraubt. Das Fahrwerk besteht übrigens zum größten Teil aus Kunststoff, ein Metallbügel sorgt für die nötige Stabilität. Die profilierten Räder bestehen aus weichem Gummi.

Das war`s - die Piper J-3 Cub ist fertigt. Vor mir hat sich innerhalb weniger Minuten ein Scale-Modell aufgebaut, das sich durchaus sehen lassen kann. Dabei spielt die Detailtreue eine wesentliche Rolle: Fahrwerk, Motorattrappe und wie bereits erwähnt, die originalgetreue Tragflächenverstrebung sind absolute Eyecatcher. Ein weiteres Highlight ist die Pilotenfigur im Cockpit sowie das detailverliebte Spornrad mit Federzug und Gummibereifung. Die Piper J-3 Cub von JAMARA steht da wie meine Große mit 2.150 Millimeter Spannweite - ich bin begeistert! Zu weniger Begeisterung führt dagegen die Lackierung der EPO-Teile. Der Lack blättert leicht ab und man hat immer etwas gelben "Glitter" an den Fingern. Das ist ärgerlich und sollte nicht sein. Das war`s - die Piper J-3 Cub ist fertigt. Vor mir hat sich innerhalb weniger Minuten ein Scale-Modell aufgebaut, das sich durchaus sehen lassen kann. Dabei spielt die Detailtreue eine wesentliche Rolle: Fahrwerk, Motorattrappe und wie bereits erwähnt, die originalgetreue Tragflächenverstrebung sind absolute Eyecatcher. Ein weiteres Highlight ist die Pilotenfigur im Cockpit sowie das detailverliebte Spornrad mit Federzug und Gummibereifung. Die Piper J-3 Cub von JAMARA steht da wie meine Große mit 2.150 Millimeter Spannweite - ich bin begeistert! Zu weniger Begeisterung führt dagegen die Lackierung der EPO-Teile. Der Lack blättert leicht ab und man hat immer etwas gelben "Glitter" an den Fingern. Das ist ärgerlich und sollte nicht sein. 

Auf der Rumpfunterseite findet man zwei Luken. Die eine ist für den Antriebsakku, die andere ist eine Art "Wartungsluke". Dahinter verstecken sich die Servos für Höhen- und Seitenruder. Sie wird mittels einer Schraube geöffnet. Hier wird auch der Empfänger platziert. Vier Kanäle reichen für die Piper völlig aus, das Modell wird einsteigerfreundlich über Motor, Quer-, Seiten- und Höhenruder gesteuert. Landeklappen waren übrigens auch - dank extremen Langsamflugeigenschaften - beim Original nicht nötig.

Auf dem Flugplatz soll die Piper J-3 Cub zeigen, was in ihr steckt. Mit einer Spannweite von 1.020 Millimetern passt das Modell gerade noch so in fast jeden gängigen Kofferraum. Der von JAMARA empfohlene 3S Lipo-Akku mit 1.300 mAh "schlupft" saugend in den Schacht. Mit Verkabelung wird`s jedoch ganz schön eng. Kurzer Reichweitentest und los. Nach wenigen Metern hebt der Hochdecker gemächlich ab. Die Power, die durch das Antriebsset zur Verfügung gestellt wird, ist ohne Frage ausreichend, überzeugt mich aber nicht wirklich. Es könnte durchaus mehr "kommen" um sportlicher unterwegs zu sein. Mit einfachstem Kunstflug wie Loopings und Rollen muss die kleine Piper schon ziemlich kämpfen. Um Scale-typisch zu fliegen, reicht die Leistung natürlich völlig aus. Mit etwas mehr als Halbgas "tuckert" der Hochdecker stolz durch den Luftraum. Man sollte sich jedoch für windfreie Tage entscheiden, lediglich 660 Gramm Abfluggewicht sind bereits mit leichtem Wind schnell überfordert.

Der Lipo sorgt für etwas mehr als 10 Minuten entspannten Flugspass. Der Landeanflug ist so einfach wie der Start: Mit Schleppgas auf die Landebahn zufliegen, aufsetzten lassen und Gas raus.

 

Mit der neuen Piper J-3 Cub hat JAMARA einen tollen Hochdecker ins Programm aufgenommen. Alle EPO-Teile sind sauber verarbeitet, der Zusammenbau ist absolut einfach und dank hohem Vorfertigungsgrad innerhalb weniger Minuten erledigt. Die Flugeigenschaften sind gutmütig, trotzdem sollten sich Einsteiger einen erfahrenen Modellpiloten zur Seite nehmen. Die Motorisierung könnte meiner Meinung nach etwas mehr Leistung vertragen, ist aber für ein realistisches Flugbild durchaus ausreichend. Für 125 Euro (UVP) in der PNP-Version ist die Piper J-3 Cub ist ein perfekter Partner für einen entspannten Feierabendflug und ein günstiger Einstieg in den Modellflug. Wir freuen uns gemeinsam auf den Frühling!Mein Fazit:

Mit der neuen Piper J-3 Cub hat JAMARA einen tollen Hochdecker ins Programm aufgenommen. Alle EPO-Teile sind sauber verarbeitet, der Zusammenbau ist absolut einfach und dank hohem Vorfertigungsgrad innerhalb weniger Minuten erledigt. Die Flugeigenschaften sind gutmütig, trotzdem sollten sich Einsteiger einen erfahrenen Modellpiloten zur Seite nehmen. Die Motorisierung könnte meiner Meinung nach etwas mehr Leistung vertragen, ist aber für ein realistisches Flugbild durchaus ausreichend. Für 125 Euro (UVP) in der PNP-Version ist die Piper J-3 Cub ist ein perfekter Partner für einen entspannten Feierabendflug und ein günstiger Einstieg in den Modellflug. Wir freuen uns gemeinsam auf den Frühling!

 

Über den Autor:

Ralf Ludwig ist Jahrgang 1971 und schon seit vielen Jahren Modellpilot. Neben einer Piper J-3 Cub mit einer Spannweite von 2.150 Millimetern, fliegt Ralf eine EXTRA 300 und diverse Schaumwaffeln von MULTIPLEX. Dabei setzt er schon viele Jahre auf Steuerung von robbe FUTABA. Ralf ist verheiratet und hat drei Kinder.

 

Gut

• Sehr hohe Detailtreue
• Hoher Vorfertigungsgrad
• Als RTF- und PNP-Version verfügbar

Weniger gut

• Lackierung blättert unter leichtem Druck ab

 

Kontaktdaten Hersteller:

JAMARA e.K.
Erich Natterer
Am Lauerbühl 5
88317 Aichstetten
Telefon: +497565/9412-0
Fax: +497565/9412-23
Email: info@jamara.de
Internet: http://www.jamara.de

Technische Daten PNP-Version:

• Spannweite: ca. 1.020mm
• Länge: ca. 690mm
• Fläche: ca. 15dm²
• Gewicht: ca. 660g (650g Herstellerangabe)
• Fernsteuerung: 4 Kanäle

 

Lieferumfang PNP-Version:

• Modell aus EPO geschäumt & lackiert
• Brushless-Motor, Regler & Servos eingebaut
• Kleiteilesatz
• 4-Minuten-Epoxid
• Deutsche Bedienungsanleitung

 

Benötiges Zubehör für PNP-Version:

• Min. 4 Kanal-Steuerung & Empfänger
• 3S Lipo-Akku mit min. 1.300mAh

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.4 (16 Bewertungen)

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