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Test: Pultsender GRAUPNER mc-32 HoTT inkl. Telemetrie und Sprachausgabe

von Stephan Weinhard vom 2. Dezember 2011
Artikel-ID: 20111202-FM-01 Rubrik: Magazin

Sie ist da: GRAUPNER´s neue mc-32 HoTT. Mit 16 Kanälen, unendlich vielen Features, natürlich mit Telemetrie und einem einzigartigen Design ist sie ab sofort der Top-Sender aus dem Hause GRAUPNER und gilt praktisch als Nachfolger der legendären mc-24. Das Warten hat sich gelohnt, denn der moderne Pultsender bringt alles mit, was heute eine moderne Highend-Fernsteueranlage ausmacht. Vor der offizieller Markteinführung konnte Stephan Weinhard den Sender ausgiebig testen.

 

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Die ehrwürdige mc-24 aus dem Hause GRAUPNER (http://www.graupner.de) hat in den letzten 20 Jahren wie kaum ein anderer Sender den Markt dominiert und war praktisch die Referenz unter  den Pultsendern –  nicht nur für Wettbewerbspiloten. Logische Konsequenz also, einen würdigen Nachfolger für diese Legende zu präsentieren. Als vor knapp zwei Jahren die ersten Bilder der neuen mc-32 auftauchten, waren die Fans wie elektrisiert. Jetzt steht das Ergebnis eines Evolutionsprozesses vor mir und wird in Kürze für 1.298,00 Euro (UVP) verfügbar sein.

Test: Pultsender GRAUPNER mc-32 HoTT inkl. Telemetrie und SprachausgabeDie GRAUPNER mc-32 HoTT ist ein lupenreiner Pultsender. Ausgeliefert wird das Schmuckstück in einem sehr edlen Alukoffer, sicher verpackt in Formschaum. Mit im Lieferumfang enthalten ist der neue GRAUPNER GR-32 Dual 16-Kanalempfänger, ein USB-Kabel für Softwareupdates (für Sender, Empfänger und Telemetrie-Sensoren), sowie ein Ladegerät, um den eingebauten 1S6p Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 6.000 mAh  mit Strom zu versorgen. Eine 2 GB Micro-SD-Karte, die zur Aufzeichnung von Telemetriedaten, zur Sicherung von Modellen und zum Update der Firmware genutzt werden kann, rundet den Lieferumfang ab. Bis auf den Sendergurt ist also wirklich alles vorhanden um sofort einzusteigen.

Die neue GRAUPNER mc-32 Hott ist für anspruchsvolle Modellbauer, die vor allem Wert auf hohe Funktionalität und ausgesprochen gute Qualität bei einem sehr guten Preis/Leistungsverhältnis legen. Das außergewöhnliche und doch sehr ansprechende Design gibt es kostenlos dazu. Der erste Eindruck überzeugt!

Das Handbuch der neuen mc-32, das gegen Ende meines Test in der endgültigen Form zur Verfügung stand, überzeugt – wie nicht anders erwartet – durch eine sehr gute inhaltliche Qualität und hilft wirklich alle Fragen rund um den Sender zu beantworten. Der Aufbau des Handbuchs ist ähnlich der Anleitungen für GRAUPNER´s neue mx-Reihe. Dank guter Strukturierung dieser Dokumentation und vielen Praxisbeispielen, wird selbst GRAUPNER-fremden Modellpiloten der Einstieg so leicht wie möglich gemacht.

 

Die Hardware

Was ich dem Alukoffer entnehme und in den Händen halte, macht einen sehr edlen und hochwertigen Eindruck. Das Sendergehäuse besteht aus einem leichten und trotzdem sehr stabilen mattierten Aluminiumrahmen in den oben und unten schwarze Einlagen aus Kunststoff eingesetzt sind. Alles wirkt sehr hochwertig mit einer angenehm fein strukturierten Oberfläche. Keine überflüssigen Sicken oder Kanten. Die neue mc-32 überzeugt durch ein klares und gradliniges Design, das mir persönlich sehr gefällt. Das Gewicht von 1.700 Gramm empfinde ich als sehr angenehm – nicht zu leicht und nicht schwer. Entgegen den ersten Bilder vor zwei Jahren, hat diese mc-32 nur noch wenig gemeinsam.

An der Vorderseite des Senders finden sich unter zwei Abdeckkappen aus Gummi reichlich externen Anschlüsse. Angefangen mit einer DSC-Buchse, gefolgt von einem USB-Anschluß, eine externe Ladebuchse bis hin zum SD-Kartenslot. Ein Kopfhöreranschluss und eine externe PPM-Buchse für HF-Fremdmodule mit einer Betriebsspannung von 5 Volt runden die Schnittstellen ab. Eine weitere PPM-Buchse befindet sich übrigens noch einmal im inneren des Gehäuses, um auch dort ggf. ein Sendermodul mit einer anderen 2.4 GHz-Norm wie IFS, Jeti oder FASST anzuschließen. Ob die mc-32 nun ihr HoTT-Signal abgestrahlt oder die Steuerbefehle an die externe PPM ausgibt, kann je Modell konfiguriert werden.

Test: Pultsender GRAUPNER mc-32 HoTT inkl. Telemetrie und SprachausgabeDie sicherlich wichtigsten Bedienelemente eines Senders sind die beiden Kreuzknüppel. Die mehrfach Kugel gelagerten Aggregate sind mit Qualitätspotis ausgestattet und zeichnen sich durch eine sehr feinfühlige Bedienbarkeit aus. Sie laufen äußerst präzise und angenehm leicht. Die Federspannung zur Neutralisierung lässt sich individuell sehr genau und fein einstellen. Gleiches gilt auch für die Einstellung der Ratsche des Gas/Pitsch-Gebers. Die Einstellung der Reibung und des Rastmoment ist ganz nach den persönlichen Vorlieben möglich.

Die Aluminiumknüppel der Steueraggregate sind in der Länge verstellbar und angenehm geformt. Die Trimmung der mc-32 ist, wie heute üblich, digital ausgeführt. Die endlos Trimmrädchen sind genau dort platziert, wo ich sie während eines Fluges erwarten würde. Direkt neben bzw. unterhalb der Knüppelaggregate. Ohne den Blick vom Modell zu nehmen, lässt sich somit die Trimmung mit den Fingern erreichen und verändern. Zusätzlich verfügen die Trimmrädchen über eine Tast-Funktion: Ein kurzer Druck und die Trimmung steht wieder auf „Mitte“.

Bereits in der Grundausstattung der mc-32 sind zehn weitere Proportionalgeber und acht Schalter im Sender verbaut. Besonders gut gefallen mir die seitlichen Geber, die ebenfalls problemlos zu erreichen sind, ohne die Hände von den Steuerknüppeln zu nehmen. Gerade zur Steuerung von Landeklappen, Klapptriebwerken oder Elektromotoren bei Seglern finde ich diese Geber ideal und prktisch platziert.

Drei zentrale Schiebegeber zwischen den beiden Steuerknüppel, drei Walzengeber an der Oberseite vorne und zwei versenkte Drehgeber runden die üppige Serienausstattung ab. Die im Lieferumfang verbauten acht Schalter bestehen aus zwei Momentschaltern, zwei 2-Wege-Schaltern, zwei 3-Wege-Schaltern sowie zwei gesicherten 2-Wege-Schalter.

Da die Software der mc-32 erlaubt, jeden Schalter auch als Geber zu definieren, sind mit den serienmäßigen Bedienelementen wirklich alle Anwendungen abgedeckt. Wem das immer noch nicht reichen sollte, kann noch weitere Schalter in die mc-32 einbauen. Aktuell sind bereits unterschiedliche Knüppelschalter verfügbar, in meinen Augen eine sehr interessante und nützliche Erweiterung. Besonders gerne verwende ich sie zur Phasenumschaltung oder zur Steuerung kritischer Funktionen wie zum Beispiel der Schleppkupplung, wo langes Suchen nach dem richtige Schalter in kritischen Situationen schnell zum Absturz und somit zum Verlust des Modells führen kann.

Ein absolutes Key-Feature der neuen mc-32 HoTT sind die beiden blau hintergrundbeleuchteten Displays. Das untere große Display dient der Grundanzeige im Betrieb und zur Programmierung des Senders. Das obere Display ist der Telemetrie vorbehalten und informiert über Telemetrie-Daten des angewählten Sensors. Die überaus positive Displayanordung erlaubt es sogar, während des Betriebs einen kurzen Blick auf die Telemetrie-Anzeige zu werfen.

Da die GRAUPNER mc-32 HoTT auch über eine Sprachausgabe verfügt, ist ein Blick auf ein Display während des Betriebs eigentlich gar nicht notwendig. Die Ausgabe erfolgt entweder über einen eingebauten Lautsprecher oder ganz intim über den Kopfhörerausgang. Die für den Piloten individuell wichtigsten Werte, lassen sich bequem auf Tastendruck ansagen. Das Definieren von Alarmwerten ist selbstverständlich auch möglich.

Die Displays können unabhängig voneinander im Kontrast eingestellt werden und die Ablesbarkeit ist auch bei schwierigen Lichtverhältnissen ganz hervorragend. Die Hintergrundbeleuchtung der Displays verbessert dies sogar noch. Auf der rechten und der linken Seite des Hauptdisplays sind die aus der mx-Reihe bekannten CAP TOUCH Felder positioniert. Wer die Bedienung der mc-24 via Rotary Knopf und Folientasten gewohnt ist, wird diese neuen und modernen Bedienelementen sicherlich kritisch beäugen. Aber schon nach sehr kurzer Zeit war auch ich von den Möglichkeiten der CAP TOUCH-Feldern restlos überzeugt. Die Bedienung und die Programmierung des Senders ist aus meiner Sicht somit noch intuitiver und vor allem deutlich schneller möglich. Also eine echte Innovation in der Ergonomie.

Generell hat GRAUPNER viel Wert auf eine gute Ergonomie gelegt und seiner mc-32 seitliche Handauflagen spendiert, die ein sehr angenehmes und ermüdungsfreies fliegen erlauben. Wozu später zusätzlich ein optionales Senderpult verfügbar sein soll, verstehe ich nicht. Die sehr stabile Senderaufhängung ist im Sender integriert und kann zum Transport vollständig versenkt werden.

Der interessierte Blick in das Innere der neuen mc-32 zeigt eine sehr aufgeräumte und kompakte Bauweise. Sofort fällt der Senderakku ins Auge, der mit seiner etwas ungewöhnlichen Konfiguration von 1S6p über eine satte Kapazität von 6.000 mAh verfügt. Damit ist ein Betrieb von sieben bis neun Stunden problemlos möglich. Wer die Hintergrundbeleuchtung ausschaltet, kann die Betriebszeit noch weiter verlängern. Die Konfiguration als 1S-Akku ist gut gewählt, da zum Laden somit kein Balancer benötigt wird. Ein echtes Plus an Sicherheit! Flaschenhals ist das mitgelieferte Ladegerät. Es verfügt nur über einen maximalen Ladestrom von 500 mA. Zur Vollladung des Akku können dann schon einmal gut und gerne 12 Stunden vergehen. Wem das zu lange dauert, der kann den Akku  natürlich auch über die externe Ladebuchse und einem geeigneten Ladegerät mit maximal 1,5 A laden. Dann ist der Sender nach 4 Stunden wieder voll einsatzbereit

 

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HoTT - das 2.4 GHz System von GRAUPNER

Seit etwas mehr als einem Jahr verfügt GRAUPNER über sein selbst entwickeltes 2,4 GHz-Übertragungssystem namens HoTT. Auf dem Markt hat sich dieses System mittlerweile  erfolgreich behauptet. HoTT ist ein absolut zeitgemäßes und modernes FHSS-Hoppingsystem mit hoher Kanalspreizung. GRAUPNER gibt die Reichweite seines Systems mit 4.000 Metern an. Das ist deutlich mehr als jeder Modellpilot praktisch freies Feld zur Verfügung hatte. Im Flugbetrieb wird kein Modellpilot diese Grenze jemals erreichen können, ohne bereits zuvor die Kontrolle über sein Modell verloren zu haben. Während meiner ausführlichen Tests traten weder Fail-Safe-Situation, noch Warnung der Telemetrie bezüglich der Übertragungsstrecke zwischen Sender und Modell auf.

Dank der hohen Kanalspreizung des HoTT-Systems und der Nutzung des gesamten Bandes, ist eine hohe Sicherheit der Übertragungsstrecke gewährleistet. GRAUPNER nutzt zur Aufbereitung des 2.4-GHz-Signals den eingebauten Hauptprozessor des Senders. Das ermöglicht, dass durch ein Firmware-Update HoTT auch an künftige Normen im 2.4 GHz-Bereich problemlos angepasst werden kann.

 

Hartes Äußeres und ein weicher Kern: Die Software

Erst eine leistungsfähige Software macht aus einer hübschen Hardware einen hochwertigen Sender. Und ich nehme es gleich vorweg: GRAUPNER hat all seine Kompetenz und Erfahrung in die Entwicklung dieser Sendersoftware gesteckt. Das Ergebnis ist ein wirklich hervorragendes Produkt!

Test: Pultsender GRAUPNER mc-32 HoTT inkl. Telemetrie und SprachausgabeDie Software der mc-32 ist eine Evolution aus den sehr guten Eigenschaften der bekannten mc-24 und der modernen mx-20, die um einige neue Features zusätzlich ergänzt wurde. Die Bedienung, die Programmierung und die Navigation in den einzelnen Menüs ist ausgezeichnet gelungen, sehr innovativ und vor allen Dingen logisch. Umsteiger einer mc-24 werden sich demnach sehr schnell zurecht finden und auch ohne stundenlanges Studium des Handbuchs schnell die ersten Schritte in der Programmierung meistern.

Die Leistungsdaten des Senders sind schon auf dem Papier beeindruckend. Insgesamt 16 Kanäle, 8 Flugphasen, 80 Modellspeicher, kabelloses Lehrer-/Schüler System, 12 freie Mischer, vorbereitete Flächenmischer für Modelle mit bis zu 8 Servos in den Tragflächen, und natürlich die voll integrierte Telemetrie stellen die neue Referenz. Darüber hinaus sind auch viele Funktionen für Funktionsmodellbauer in die Software der neuen mc-32 integriert. Die Auflistung der Eigenschaften könnte hier noch endlos weiter gehen, daher sei an dieser Stelle auch der Verweis auf die Homepage des Herstellers (http://www.graupner.de) gestattet.

Ich möchte mich an in diesem Bericht auf einige Besonderheiten des Senders und seiner Software beschränken, denn die Beschreibung aller Möglichkeiten würde den Rahmen dieses Test deutlich sprengen.

Die Digitaltrimmung wird durch einen zusätzlichen Trimmspeicher ergänzt. Dadurch ist es möglich, die Trimmer nach dem Erfliegen der richtigen Trimmwerte wieder in ihre „0“-Stellung zu bringen und die erflogenen Werte im Trimmspeicher abzulegen.

Unterstützt wird die Trimmung durch eine sogenannte Autotrimm-Funktion. Sie ist so effektiv wie simpel. Beim Einfliegen eines Modells werden die Knüppel in der Position gehalten, in der das Modell gerade fliegt. Dann wird der Momentschalter bedient der für Autotrimm definiert wurde und sofort werden die aktuellen Positionen der Knüppelaggregate in den Trimmspeicher übernommen. Also kein Trimmen jedes einzelnen Ruders mit dem dazu gehörigen umgreifen auf die Trimmrädchen. Auch die Profitrimm-Funktion, die schon in der mc-24 implementiert war, findet sich in der mc-32 wieder.

Natürlich können alle Servos in Drehrichtung, Servoweg und Servowegbegrenzung eingestellt werden. Die vorhandenen Flächenmischer bilden alle gängigen Leitwerks- und Flächenkonfigurationen und stellen die notwendigen Mischer ohne weitere Programmierung zur Verfügung. Modelle mit bis zu 8 Servos in den Flächen können so ganz einfach konfiguriert werden. Ähnliches gilt für Helis. Auch hier ist alles vorhanden was tatsächlich gebraucht wird. Die unterschiedlichsten Taumelscheiben- und Helikonfigurationen sind mit allen notwendigen Mischern vorbereitet und erlauben eine schnelle und erfolgreiche Programmierung. Eine Taumelscheibenbegrenzung ist selbstverständlich auch vorhanden. Darüber hinaus bieten die insgesamt 12 freien Mischer, davon 6 Linearmischer , 4 Kurvenmischer und 2 Kreuzmischer noch endlose Möglichkeiten die Konfiguration nach individuellen Vorstellungen zu verändern oder zu erweitern.

Wie schon erwähnt, kann für jedes Modell konfiguriert werden, ob die Steuerfunktionen im Sendereigenen HoTT-Signal abstrahlt, oder ob das Steuersignal über die PPM-Buchse ausgegeben werden soll. So können durch den Einbau eines weiteren HF-Moduls auch andere 2.4-GHz-Signale wie zum Beispiel Weatronic, Jeti, FASST oder IFS verwendet werden. Dies macht die mc-32 HoTT nicht nur für den GRAUPNER-Fan mit HoTT-Empfängern interessant, sondern bietet auch jedem Umsteiger die Möglichkeit durch Einbau eines HF-Moduls die vorhandenen Empfänger weiter zu verwenden.

Im HoTT-Betrieb können übrigens mehrere HoTT-Empfänger an die mc-32 gebunden werden. Dadurch kann die Sicherheit der Übertragung durch eine redundante Empfängerauslegung nochmals erhöht werden. Darüber hinaus können die zusätzlichen Empfänger zur Kanalerweiterung auf bis zu 32 Kanäle genutzt werden. Die Zuordnung der Empfängerkanäle kann dabei vollkommen frei erfolgen.

Generell ist die Software der mc-32 so aufgebaut, dass alle Schalter und Geber, mit Ausnahme der Knüppelelemente, frei in ihren Funktionen zugeordnet werden können, was wiederum ein Höchstmaß an Flexibilität und Anpassung an die eigenen Steuergewohnheiten gewährleistet. Dabei kann jeder Schalter auch beliebige Geberfunktionen übernehmen. Einfach die gewünschte Funktion im Menü auswählen, den gewünschten Schalter oder Geber bedienen – fertig!

Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, das in der HoTT-Senderreihe bislang tatsächlich nur der mc-32 vorbehalten ist, sind die logischen Schalter. Dabei könne Schalter und Geberschalter beliebig logisch miteinander verknüpft werden, um Schaltfunktionen in logischen Abhängigkeiten auszuführen. Gerade bei etwas komplexeren Modellen und zur Steuerung von Zusatzfunktionen im Funktionsmodellbau ist dieses Featurer sehr interessant.

Test: Pultsender GRAUPNER mc-32 HoTT inkl. Telemetrie und SprachausgabeWer schon einmal ein großes Modell mit Einziehfahrwerk und separaten Fahrwerksklappen besessen hat, der weiß wie komplex die Ansteuerung dieser Funktionen sein kann. Auch dafür bringt die mc-32 eine Lösung mit: Ein Kanal-Sequencer erlaubt es Funktionen in eine zeitliche Abhängigkeit zu bringen. Somit wird also sichergestellt, dass zum Beispiel das Fahrwerk erst ausfährt, wenn die Fahrwerksklappen offen sind. Das erspart die sonst notwendige Zusatzhardware im Modell.

Wie bereits die HoTT-Handsender aus dem Hause GRAUPNER, verfügt auch die mc-32 über ein  integriertes Lehrer /Schülersystem mit Einzelübergabe. Die Verbindung zwischen Lehrer- und Schülersender erfolgt dabei entweder klassisch drahtgebunden über die eingebaute DSC-Buchse oder bequem drahtlos über das HoTT-System. Dazu wird im Schülersender lediglich der Steuermode vorgegeben. Alle Mischfunktionen und Einstellungen werden dann durch den Lehrersender zur Verfügung gestellt. Als Schülersender kommt praktisch jeder HoTT-Sender zum Einsatz.

GRAUPNER hat über viele Jahre mit seiner mc-24 sehr viel Erfahrung mit Wettbewerbspiloten sammeln können und dieses Wissen konsequent bei der Entwicklung der mc-32 ausgespielt. Ich kann mir tatsächlich keine Anwendung vorstellen, bei der die GRAUPNER mc-32 HoTT nicht die passende Lösung zu bieten hätte. Selbst ausgesprochen anspruchsvolle Piloten finden alle notwendigen Features, um ihre Modell wunschgemäß zu programmieren.

Das Handbuch zur mc-32 ist fraglos eine Pflichtlektüre, die zum Glück nicht nur ein Sammelsurium von Funktionserklärungen darstellt. GRAUPNER hat es auch hier geschafft, eine gut strukturierte und verständliche Anleitung zu erstellen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn man den Sender erfolgreich und ohne Frust bedienen will. Die vielen Programmierbeispiele helfen dabei auch komplexe Modelle schnell zu programmieren.

 

Die Empfänger

Das aktuelle Empfängerprogramm von GRAUPNER umfasst den GR-12 mit 6 Kanälen bis hin zum mitgelieferten GR-32 mit insgesamt 16 Kanälen. Damit lassen sich alle Anwendungen vom einfachen Silhouettenmodell bis zum Großmodell abdecken. Eine besondere Eigenschaft der GRAUPNER HoTT-Empfängern ist die Möglichkeit ihrer Programmierung. 

Viele Funktionen wie Servowege, Failsafe-Positionen, ja sogar Mischfunktionen können auch unabhängig vom Sender in den Empfängern programmiert und gespeichert werden. Diese Programmierung des Empfängers erfolgt selbstverständlich auch über die mc-32 und wird im Telemetrie-Menü konfiguriert. Die Option der Empfänger-Programmierung erhöht die Möglichkeiten und die Flexibilität der neuen mc-32 HoTT um ein Vielfaches. Auch wenn die Programmiermöglichkeiten im Sender selber schon so unglaublich mächtig sind, mag es doch Anwendungen geben die eine zusätzliche Programmierung im Empfänger sinnvoll erscheinen lassen.

 

Telemetrie

GRAUPNER`s Telemetrie hat ihre Leistungsfähigkeit in den HoTT-Handsender bereits erfolgreich unter Beweis gestellt. Die Implementierung in der mc-32 HoTT mit einem zusätzlichen Telemetrie-Display ist das große Plus dieses Senders. Die Konfiguration der Telemetrie ist dabei absolut flexibel.

Warnschwellen, Ansagen und Anzeigen auf dem Display können nach ganz persönlichen Vorlieben eingestellt werden. Zusätzlich zum eingebauten Telemetrie-Display kann selbstverständlich eine externe Smartbox angeschlossen werden. Mir persönlich ist das dann aber doch zu viel des Guten, da ich das interne Telemetrie-Display bereits für vollkommen ausreichend halte.

Die aktuell von GRAUPNER verfügbaren Sensoren decken alle gängigen Anwendungen der Telemetrie ab. Hier finden Piloten mit Segler-, Elektro- und Verbrennermodellen die notwendige Technik, um die wichtigsten Daten ihres Modells zu erfassen. Das Angebot an Telemetrie-Sensoren wird durch Drittanbieter wie SM-Elektronik ständig erweitert. So kann individuell auf ein zusätzliches Potential auf weiterer Sensortechnik zurückgegriffen werden. Neben der Telemetrie-Ausgabe in Echtzeit auf Display und mit Sprachausgabe, werden die erfassten Werte auch auf der mitgelieferten 2GB-Micro-SD-Karte gespeichert. So können später die Flugdaten am PC bequem analysiert werden. Auch hier sind die Möglichkeiten mit optionaler Zusatzsoftware fast endlos.

Ich habe lange geglaubt, dass Telemetrie eigentlich mehr eine technische Spielerei ist und vor allen Dingen für mich und meine Anforderungen nur wenig praktischen Nutzen hat. Aber neben einem deutlichen Sicherheitsgewinn, lassen sich auch noch so viele wichtige Informationen während des Betriebs abfragen, die nicht nur den Spaßfaktor erhöhen. Ich möchte jedenfalls nicht mehr auf die HoTT-Telemetrie verzichten!

Ohne zusätzliche Sensoren werden vom HoTT-Empfänger immer die Empfängerspannung, die Empfangsqualität, sowie die Empfängertemperatur an den Sender übertragen und auf dem Display angezeigt. Für viele Modellpiloten wird dies vorerst bereits ausreichen. RC-MODELLSCOUT.DE wird in Kürze über die verschiedenen Sensoren aus dem GRAUPNER-Programm ausführlich mit Praxisbeispielen berichten.

 

Fazit

Lange Rede – kurzer Sinn: Mit der neuen mc-32 HoTT hat GRAUPNER wirklich alles richtig gemacht. Sie ist nicht nur ein absolut würdiger Nachfolger der legendären mc-24, sondern sicherlich die neue Referenz wenn es um moderne Pultsender geht. Fast 1.300 Euro sind viel Geld. Im Vergleich jedoch, was GRAUPNER dafür liefert, ein sensationelles Preis-/Leistungsverhältnis. Bedenkt man zusätzlich den Lieferumfang inklusive Alukoffer und 16-Kanal-Empfänger, dann ist sie ein wirklich günstiges Angebot. Wer einen Pultsender der Extraklasse sucht, sollte sich also dringend die mc-32 anschauen. Top Qualität, modernste Technik, unglaublicher Funktionsumfang und sehr schickes Design, machen sie fraglos zum Maßstab in ihrer Klasse.

 

Technische Daten:

• Abmessungen: ca. 252x252x60 mm
• Betriebsspannung: 3,2 bis 4,8 V
• Frequenz: 2.400 bis 2.483,5 MHz
• Gesamtgewicht: ca. 1.685 g
• Modulation: FHSS    
• Reichweite: ca. 4.000 m
• Steuerfunktion: 16    
• Stromaufnahme: ca. 750 mA
• Temperaturbereich: -15 bis 55 °C
• Antennenlänge: ca. 110 mm

 

Der Lieferumfang beinhaltet:

• Computer-Sender Graupner HoTT mc-32
• LiIo-Senderakku 1S6P 6.000mAh
• Graupner HoTT 2.4GHz FHSS Modul
• micro SD Karte
• Kopfhöreranschluss
• USB-Anschluss
• 16-Kanal-Empfänger Graupner HoTT GR-32
• Ladegerät für Senderakku 500 mA
• Aluminium-Senderkoffer

 

Wo kaufen?

Bezug: Fachhandel
Preis: 1.495 Euro (UVP)

 

 

 

Gut

• Innovative Sender-Software
• Sicheres 2,4 GHz-Übertragungssystem
• Inkl. Telemetrie mit vielen verfügbaren Sensoren
• Zukunftsorientierte Softwarestrategie
• Hochwertige Hardware
• Sehr gute Dokumentation
• Vollständiger Lieferumfang
• Sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis

 

Weniger gut

• Mitgeliefertes Ladegerät mit geringem Ladestrom
• Kein Sendergurt im Lieferumfang

 

Kontaktdaten Hersteller:

Graupner GmbH & Co. KG
Henriettenstraße 94-96
73230 Kirchheim/Teck
Telefon: 07021 722-0
Fax: 07021 722-200
Email: info@graupner.de
Internet: http://www.graupner.de

 

 

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.1 (61 Bewertungen)

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