Fachmagazin
Test: T-Rex 450 Pro Super-Combo-Version
Wenn man einen Heli für den Alltag und gleichzeitig ein zuverlässiges "Bolzgerät" für die Halle sucht, kommt man an der 450er-Grösse einfach nicht vorbei. Die Auswahl der verfügbaren Modelle ist mittlerweile überwältigend und die Entscheidung, welcher Heli letztendlich "der Richtige" ist, wird einem bestimmt nicht einfach gemacht. Da ich von den Flugeigenschaften und der Verarbeitung meines T-Rex 600 mehr als begeistert bin, endschied ich mich letztendlich für einen T-Rex 450 Pro in der Super-Combo-Version von robbe/Align, in der Hoffnung, dass er genauso gut fliegt wie sein großer Bruder.
Bestellt habe ich den Heli beim örtlichen Fachhandel, zwei Tage später hielt ich dann voller Erwartung den Karton mit meinem T-Rex in der Hand. Und schon beim öffnen der Verpackung war ich überrascht: Die Zeit in der die Einzelteile in Tütchen aus der Schachtel fallen, scheint tatsächlich vorbei zu sein. Stattdessen überzeugt der Inhalt mit vormontierten Baugruppen und sieht - mit etwas Phantasie - schon nach einem richtigen Heli aus. Alles ist sauber in einer Form aus Kunststoff gebettet.
Die Anleitung ist, wie von robbe/Align gewohnt, sehr detailliert und verständlich aufgebaut. Begonnen wird mit dem Rotorkopf. Dieser besteht aus CNC-gefrästem Aluminium und ist komplett vormontiert. Trotzdem - und das gilt für alle Metall-Schraubverbindungen - sollte man diese unbedingt lösen und nochmals mit Schraubensicherungslack sichern. Denn letztendlich weiss man nie, welche Motivation der Arbeiter in Fernost hatte, als er gerade meinen Rotorkopf vormontierte... Was alles passieren kann, wenn sich zum Beispiel eine der Blattlagerschrauben löst, brauche ich nicht zu erwähnen. Also, ein Mehraufwand, der sich sicherlich lohnt!
Als nächster Schritt im Aufbau meines T-Rex folgte das Chassis. Da ich bereits von anderen T-Rex 450er-Piloten gehört hatte, wie eng es beim Zusammenbau des Chassis zugeht, entschloss ich mich, entgegen der Anleitung von Align, alle Teile in eine Hälfte zu bauen und erst ganz zum Schluss die zweite Chassis-Platte zu montieren. Diese Vorgehensweise erwies sich als sehr praktisch, da man so alle Teile sehr gut einbauen und auch die Kabel gut unterbringen kann. Die Lagerböcke für die Hauptrotorwelle sind gleichzeitig auch Servo-Aufnahme. Daher ist hier besonders darauf zu achten, dass man erst die Aluböcke an einem der Seitenteile befestigt und anschließend die Servos anschraubt. Geht man beim Zusammenbau entgegen dieser Empfehlung vor, kann es zu Verspannungen kommen und somit zu einer Zerstörung der Servos.
Bei der Befestigung der Hauptrotorwelle gibt eine Erneuerung gegenüber anderen Modellen von Align. Der Klemmring, der sonst dafür sorgt, dass die Hauptrotorwelle sich nicht axial rauf und runter bewegen kann, wurde durch eine feste Falz auf der Welle ersetzt. Sollte durch Fertigungstoleranzen Spiel entstehen, muss man die im Bausatz enthaltenen Unterlegscheiben zwischen Hauptzahnrad und unterm Lagerbock einsetzen. Bei meinem Modell genügte eine Unterlegscheibe, um die Hauptrotorwelle spielfrei zu befestigen.
Der nächste Arbeitsschritt befasst sich mit der Heckeinheit. Der Heckrotor in der „Pro Version“ wird durch einen Starrantrieb in Bewegung gesetzt. Für Anfänger ist beispielsweise die „Sport Version“ mit einem riemengetriebenen Heckrotor deutlich besser geeignet, da ein Starantrieb bei einem ungewollten Bodenkontakt schnell den Dienst quittiert. Da ich mich zu den fortgeschrittenen Piloten zähle und den Starrantrieb schon aus dem T-Rex 600 kenne wollte ich auf die Vorteile dieser Antriebseinheit auch in meinem 450er nicht verzichten.
Auch die Heckeinheit ist, wie die übrigen Baugruppen, ebenfalls vormontiert. Und auch hier gilt: Alles zerlegen, reinigen, sichern und wieder zusammensetzen.
robbe/Align legt in seiner Super-Combo-Version einen Kreisel mit bei. Dieser wird üblicherweise auf der kleinen Plattform hinter dem Hauptrotor mit den beiliegenden Pads befestigt. Dieser Platz hat sich natürlich zur idealen Position entwickelt und bringt den Vorteil, dass man jederzeit an den Kreisel herankommt und Einstellungen vornehmen kann. Der Heck-Servo wird gut geschützt hinten im Chassis verbaut - ähnlich wie beim T-Rex 550 - und nicht wie bei vielen anderen Helis am Heckrohr. Diese Position des Servos passt gut zum kompakten Gesamteindruck des T-Rex 450.
Zu guter Letzt verbaute ich noch den Empfänger und den Regler. Danach konnte ich die zweite Chassis-Hälfte anschrauben und das Landegestell montieren.
Nach gut 5 Stunden Arbeit stand mein T-Rex 450 fertig vor mir. Die sehr ansprechend gestaltete Haube und der hochwertige Alu/Carbon-Mix verleihen dem Hubschrauber eine edle Optik. Ungeduldig wartete ich nun auf eine kleine Regenpause um den Kleinen seinem Element zu übergeben.
Vor dem Erstflug war ich dann doch etwas nervös. Wird alles so funktionieren wie ich es mir vorstelle? Werden meine Erwartungen an den Hubschrauber erfüllt? Passt der Spurlauf? Hält das Heck? Motor ein und nach kurzer Zeit ist die eingestellte Drehzahl erreicht. Langsam wird der Pitchknüppel nach oben geschoben und dann war es soweit: Mein T-Rex 450 hebt das erste mal ab. Von da an bekam ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.
Der Heli liegt total ruhig in der Luft. Kurzes Schweben bevor ich in die zweite Drehzahlstufe schalte. Und natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, gleich mal ein paar „Flips“ und „Tik Toks“ zu fliegen.
Mein Fazit:
Was soll ich sagen? Er fliegt genauso wie ich es mir vorstelle. Die Leistung ist mehr als ausreichend, der im Lieferumfang enthaltene Kreisel GP780 lässt das Heck durch nichts aus der Ruhe bringen. robbe/Align ist es mit dem T-Rex 450 Pro wieder mal gelungen, einen technisch ausgereiften und optisch ansprechenden Heli zu entwickeln. Alle Komponenten aus der Super-Combo-Version sind sehr gut aufeinander abgestimmt und verrichten einwandfrei ihren Dienst.
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• Hoher Vorfertigungsgrad der Baugruppen
• Starrantrieb für eine verlustfreie Kraftübertragung
• Hochwertige und aufeinander abgestimmte Komponenten
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• Sehr enges Chassis, dadurch wenig Platz für Empfänger & Regler
Über den Autor:
Bei Sven Drießen haben sich über die Jahre mittlerweile einige Modelle angehäuft: Neben einem T-Rex 600 Nitro fliegt der 19 jährige Abiturient einen Logo 600 und einen T-Rex 250. Aber auch Flächenmodelle beherrscht Sven aus dem FF. Eine Extremeflight Extra 300 mit über 2,25 Meter Spannweite und einige "Schaumwaffeln" nennt Sven sein Eigen. Angefangen hat Sven von drei Jahren mit dem Modellfliegen. Seit Sommer 2008 ist er Mitglied im Modellflugverein "Modellflugverein "MFV Teutoflieger" und seit dem geht es nur Berg auf: Seinen ersten Pokal hat Sven Drießen letztes Jahr bei Dragrace, bei den Helidays in Kleinenbroich, bekommen und den dritten Platz belegt.
Liste der enthaltenen Komponenten:
• Regler: RCE-BL35X 35A Brushless ESC
• Taumelscheibenservos: Align DS410M
• Heckservo: Align DS520
• Kreisel: Align GP780
• Motor: Align 450M
Wenn man einen Heli für den Alltag und gleichzeitig ein zuverlässiges "Bolzgerät" für die Halle sucht, kommt man an der 450er-Grösse einfach nicht vorbei. Die Auswahl der verfügbaren Modelle ist mittlerweile überwältigend und die Entscheidung, welcher Heli letztendlich "der Richtige" ist, wird einem bestimmt nicht einfach gemacht. Da ich von den Flugeigenschaften und der Verarbeitung meines T-Rex 600 mehr als begeistert bin, endschied ich mich letztendlich für einen T-Rex 450 Pro in der Super-Combo-Version von robbe/Align, in der Hoffnung, dass er genauso gut fliegt wie sein großer Bruder.
Bestellt habe ich den Heli beim örtlichen Fachhandel, zwei Tage später hielt ich dann voller Erwartung den Karton mit meinem T-Rex in der Hand. Und schon beim öffnen der Verpackung war ich überrascht: Die Zeit in der die Einzelteile in Tütchen aus der Schachtel fallen, scheint tatsächlich vorbei zu sein. Stattdessen überzeugt der Inhalt mit vormontierten Baugruppen und sieht - mit etwas Phantasie - schon nach einem richtigen Heli aus. Alles ist sauber in einer Form aus Kunststoff gebettet.
Die Anleitung ist, wie von robbe/Align gewohnt, sehr detailliert und verständlich aufgebaut. Begonnen wird mit dem Rotorkopf. Dieser besteht aus CNC-gefrästem Aluminium und ist komplett vormontiert. Trotzdem - und das gilt für alle Metall-Schraubverbindungen - sollte man diese unbedingt lösen und nochmals mit Schraubensicherungslack sichern. Denn letztendlich weiss man nie, welche Motivation der Arbeiter in Fernost hatte, als er gerade meinen Rotorkopf vormontierte... Was alles passieren kann, wenn sich zum Beispiel eine der Blattlagerschrauben löst, brauche ich nicht zu erwähnen. Also, ein Mehraufwand, der sich sicherlich lohnt!
Als nächster Schritt im Aufbau meines T-Rex folgte das Chassis. Da ich bereits von anderen T-Rex 450er-Piloten gehört hatte, wie eng es beim Zusammenbau des Chassis zugeht, entschloss ich mich, entgegen der Anleitung von Align, alle Teile in eine Hälfte zu bauen und erst ganz zum Schluss die zweite Chassis-Platte zu montieren. Diese Vorgehensweise erwies sich als sehr praktisch, da man so alle Teile sehr gut einbauen und auch die Kabel gut unterbringen kann. Die Lagerböcke für die Hauptrotorwelle sind gleichzeitig auch Servo-Aufnahme. Daher ist hier besonders darauf zu achten, dass man erst die Aluböcke an einem der Seitenteile befestigt und anschließend die Servos anschraubt. Geht man beim Zusammenbau entgegen dieser Empfehlung vor, kann es zu Verspannungen kommen und somit zu einer Zerstörung der Servos.
Bei der Befestigung der Hauptrotorwelle gibt eine Erneuerung gegenüber anderen Modellen von Align. Der Klemmring, der sonst dafür sorgt, dass die Hauptrotorwelle sich nicht axial rauf und runter bewegen kann, wurde durch eine feste Falz auf der Welle ersetzt. Sollte durch Fertigungstoleranzen Spiel entstehen, muss man die im Bausatz enthaltenen Unterlegscheiben zwischen Hauptzahnrad und unterm Lagerbock einsetzen. Bei meinem Modell genügte eine Unterlegscheibe, um die Hauptrotorwelle spielfrei zu befestigen.
Der nächste Arbeitsschritt befasst sich mit der Heckeinheit. Der Heckrotor in der „Pro Version“ wird durch einen Starrantrieb in Bewegung gesetzt. Für Anfänger ist beispielsweise die „Sport Version“ mit einem riemengetriebenen Heckrotor deutlich besser geeignet, da ein Starantrieb bei einem ungewollten Bodenkontakt schnell den Dienst quittiert. Da ich mich zu den fortgeschrittenen Piloten zähle und den Starrantrieb schon aus dem T-Rex 600 kenne wollte ich auf die Vorteile dieser Antriebseinheit auch in meinem 450er nicht verzichten.
Auch die Heckeinheit ist, wie die übrigen Baugruppen, ebenfalls vormontiert. Und auch hier gilt: Alles zerlegen, reinigen, sichern und wieder zusammensetzen.
robbe/Align legt in seiner Super-Combo-Version einen Kreisel mit bei. Dieser wird üblicherweise auf der kleinen Plattform hinter dem Hauptrotor mit den beiliegenden Pads befestigt. Dieser Platz hat sich natürlich zur idealen Position entwickelt und bringt den Vorteil, dass man jederzeit an den Kreisel herankommt und Einstellungen vornehmen kann. Der Heck-Servo wird gut geschützt hinten im Chassis verbaut - ähnlich wie beim T-Rex 550 - und nicht wie bei vielen anderen Helis am Heckrohr. Diese Position des Servos passt gut zum kompakten Gesamteindruck des T-Rex 450.
Zu guter Letzt verbaute ich noch den Empfänger und den Regler. Danach konnte ich die zweite Chassis-Hälfte anschrauben und das Landegestell montieren.
Nach gut 5 Stunden Arbeit stand mein T-Rex 450 fertig vor mir. Die sehr ansprechend gestaltete Haube und der hochwertige Alu/Carbon-Mix verleihen dem Hubschrauber eine edle Optik. Ungeduldig wartete ich nun auf eine kleine Regenpause um den Kleinen seinem Element zu übergeben.
Vor dem Erstflug war ich dann doch etwas nervös. Wird alles so funktionieren wie ich es mir vorstelle? Werden meine Erwartungen an den Hubschrauber erfüllt? Passt der Spurlauf? Hält das Heck? Motor ein und nach kurzer Zeit ist die eingestellte Drehzahl erreicht. Langsam wird der Pitchknüppel nach oben geschoben und dann war es soweit: Mein T-Rex 450 hebt das erste mal ab. Von da an bekam ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.
Der Heli liegt total ruhig in der Luft. Kurzes Schweben bevor ich in die zweite Drehzahlstufe schalte. Und natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, gleich mal ein paar „Flips“ und „Tik Toks“ zu fliegen.
Mein Fazit:
Was soll ich sagen? Er fliegt genauso wie ich es mir vorstelle. Die Leistung ist mehr als ausreichend, der im Lieferumfang enthaltene Kreisel GP780 lässt das Heck durch nichts aus der Ruhe bringen. robbe/Align ist es mit dem T-Rex 450 Pro wieder mal gelungen, einen technisch ausgereiften und optisch ansprechenden Heli zu entwickeln. Alle Komponenten aus der Super-Combo-Version sind sehr gut aufeinander abgestimmt und verrichten einwandfrei ihren Dienst.
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• Hoher Vorfertigungsgrad der Baugruppen
• Starrantrieb für eine verlustfreie Kraftübertragung
• Hochwertige und aufeinander abgestimmte Komponenten
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• Sehr enges Chassis, dadurch wenig Platz für Empfänger & Regler
Über den Autor:
Bei Sven Drießen haben sich über die Jahre mittlerweile einige Modelle angehäuft: Neben einem T-Rex 600 Nitro fliegt der 19 jährige Abiturient einen Logo 600 und einen T-Rex 250. Aber auch Flächenmodelle beherrscht Sven aus dem FF. Eine Extremeflight Extra 300 mit über 2,25 Meter Spannweite und einige "Schaumwaffeln" nennt Sven sein Eigen. Angefangen hat Sven von drei Jahren mit dem Modellfliegen. Seit Sommer 2008 ist er Mitglied im Modellflugverein "Modellflugverein "MFV Teutoflieger" und seit dem geht es nur Berg auf: Seinen ersten Pokal hat Sven Drießen letztes Jahr bei Dragrace, bei den Helidays in Kleinenbroich, bekommen und den dritten Platz belegt.
Liste der enthaltenen Komponenten:
• Regler: RCE-BL35X 35A Brushless ESC
• Taumelscheibenservos: Align DS410M
• Heckservo: Align DS520
• Kreisel: Align GP780
• Motor: Align 450M
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