Fachmagazin
Test: TFR8 FASST FRSKY / Engel Modellbau
Kompatible Empfänger zu den bewährten 2,4 GHz-Systemen der großen Hersteller scheinen auf den ersten Blick eine echte Alternative zu sein. Zumindest preislich können die Produkte überzeugen. Doch wie sieht’s mit Zuverlässigkeit und Sicherheit aus? Ich habe mir den TFR8 FASST des Herstellers FRSKY als Alternative zu meinem FUTABA R6008HS angesehen.
Importeur des Empfängers ist Engel Modellbau. Preislich ist der 8-Kanal-Empfänger eine echte Sensation: Je Kanal bezahlt man gerademal 5 Euro. Umso mehr war ich natürlich gespannt, was mich tatsächlich erwartet. Negativ fällt direkt die Verpackung auf: Naja, eine weiche Blister-Verpackung bürgt wenig für Schutz der empfindlichen Elektronik auf dem Transportweg. Die großen Hersteller setzten mit ihrer Originalware hier bereits auf eine wesentlich hochwertigere Umverpackung.

Aber die Verpackung soll nichts über das Innere aussagen – ich lasse mich gerne weiter überzeugen. Die Bedienungsanleitung umfasst 4 Seiten im A5-Format. Pluspunkt: Die Anleitung ist komplett in Deutsch und verständlich aufgebaut. Eine Konformitätserklärung seitens Engel Modellbau liegt mit bei. Die Verarbeitung des Gehäuses macht einen guten Eindruck. Was ich allerdings als Nachteil empfinde: Der Empfänger verfügt leider über keinen Extra-Anschluss für einen möglichen Empfänger-Akku. Wer also auf 8 Kanäle angewiesen ist und nicht mit einem Y-Kabel arbeiten möchte, der schaut hier leider ins Leere. Die Standard-Servostecker passen exakt in die Buchsen, ein Losrütteln unter Vibration wird praktisch ausgeschlossen.
Der Binding-Kopf sitzt zu tief im Gehäuse
Typischerweise befestigt man Empfänger gewöhnlich mit selbstklebendem Klettband. So auch in meinem Fall. Da ich den Empfänger nochmals vom Modell entfernen musste, um ihn weiter nach hinten zu setzten, ist jedoch folgendes passiert: Der Deckel des Gehäuses sitzt sehr locker und schon war das Innenleben des Empfängers zu sehen. Na super, aber wenn er schon mal offen ist, schaue ich mir doch gleich die Platine an. Wie bei den Original-Empfängern von Futaba, lassen sich auch hier beide Antennen austauschen. Das ist ein Pluspunkt, sollte mal eine beschädigt sein. Die Platine ist ordentlich verarbeitet, welche Elektronik letztendlich verbaut wurde und wie hochwertig diese ist, lässt sich vom „normalen“ Modellpiloten leider nicht bewerten. Das Gehäuse wird mit 4 Klicks einfach wieder auf den Sockel gesteckt.

Das Binden an meinen Futaba-Sender geht erstaunlich gut. Funke an, Knopf am Empfänger gedrückt halten und die Empfängerstromversorgung einschalten. Die Diode wechselt auf grün. Jetzt noch den Empfänger auf Digital-Servos umstellen: Funke wieder aus, Empfänger einschalten und den Knopf am Empfänger 6 Sekunden gedrückt halten, die rote LED blinkt schnell, der Digitalmodus ist aktiv. Die Konfiguration funktioniert genauso einfach wie beim Original aus dem Hause Futaba. Ein dickes Plus, finde ich. Was jedoch wieder negativ auffällt, ist der viel zu tief sitzende Binding-Knopf im Gehäuse. Auf keinen Fall sollte man mit einem metallischen Gegenstand in das Gehäuse eintauchen um den Knopf zu drücken. Die Chance, einen Kontakt zu treffen und somit den Empfänger zu zerstören ist hoch.
Der Empfänger in Aktion
Ein flaues Gefühl macht sich in meiner Magengegend breit. Immerhin kostet der 8-Kanal-Empfänger knapp 1/3 vom Verkaufspreis eines Original-Empfängers. Doch soll man für billige 40 Euro tatsächlich Abstriche in Bezug auf die Sicherheit seines Modells machen?
Erstmal der obligatorische Reichweitentest. Dazu habe ich meine Futaba FF10 in den „Power Down“-Modus geschaltet und mich 50 Meter von meinem Heli entfernt. Ein Fliegerkollege blieb bei meinem Heli um die Ruderausschläge zu kontrollieren. Alles klappt hervorrag. Da ich aber auf Nummer sicher gehe, wiederholte ich den Test ein weiteres Mal. Dann wurde es ernst. Den 600er anwerfen und ab in die Schwebe. Auch mit laufendem Motor keine Probleme zwischen Funke und Empfänger. Tief Luft holen und Nick nach vorne, ab durch die erste Acht. Ok der Heli macht was ich will, der Empfänger arbeitet zuverlässig. Und weiter geht’s: Ordentlich Fahrt aufnehmen und den Heli steil nach oben ziehen, jetzt noch einen U-Turn und wieder steil nach unten. Der Empfänger arbeitet zuverlässig.
Mein persönliches Fazit
Alles in allem ist der Empfänger der Firma FRSKY im Vertrieb von Engel Modellbau durchaus in Ordnung und für alle, die tatsächlich eine billige Lösung für ihren Modellsport suchen durchaus eine Alternative zur qualitativ hochwertigen Original-Ware. Man sollte sich jedoch immer im Klaren sein, dass Futaba tatsächlich sein Protokoll nicht offengelegt hat. Wer mit maximaler Sicherheit für sich, für sein Modell und auch in Verantwortung gegenüber Zuschauern fliegen möchte, sollte beim Original-System bleiben.
Technische Daten :
• Betriebsspannung: 4,0 V – 10,0 V
• Betriebsstrom: 30mA
• Reichweite: 1,5 km Boden-Boden und 2,5 km Boden-Luft
• Auflösung: 3072 (10bit)
• Latenz: 14 ms (FS) 7 ms (HS)
• Anzahl der Kanäle 8
• Maße: 53 x 30 x 11 mm
• Gewicht: 13,5 Gramm
Wo kaufen?
Preis: 39,90 Euro
Bezug: http://www.engelmt.de
Kompatible Empfänger zu den bewährten 2,4 GHz-Systemen der großen Hersteller scheinen auf den ersten Blick eine echte Alternative zu sein. Zumindest preislich können die Produkte überzeugen. Doch wie sieht’s mit Zuverlässigkeit und Sicherheit aus? Ich habe mir den TFR8 FASST des Herstellers FRSKY als Alternative zu meinem FUTABA R6008HS angesehen.
Importeur des Empfängers ist Engel Modellbau. Preislich ist der 8-Kanal-Empfänger eine echte Sensation: Je Kanal bezahlt man gerademal 5 Euro. Umso mehr war ich natürlich gespannt, was mich tatsächlich erwartet. Negativ fällt direkt die Verpackung auf: Naja, eine weiche Blister-Verpackung bürgt wenig für Schutz der empfindlichen Elektronik auf dem Transportweg. Die großen Hersteller setzten mit ihrer Originalware hier bereits auf eine wesentlich hochwertigere Umverpackung.

Aber die Verpackung soll nichts über das Innere aussagen – ich lasse mich gerne weiter überzeugen. Die Bedienungsanleitung umfasst 4 Seiten im A5-Format. Pluspunkt: Die Anleitung ist komplett in Deutsch und verständlich aufgebaut. Eine Konformitätserklärung seitens Engel Modellbau liegt mit bei. Die Verarbeitung des Gehäuses macht einen guten Eindruck. Was ich allerdings als Nachteil empfinde: Der Empfänger verfügt leider über keinen Extra-Anschluss für einen möglichen Empfänger-Akku. Wer also auf 8 Kanäle angewiesen ist und nicht mit einem Y-Kabel arbeiten möchte, der schaut hier leider ins Leere. Die Standard-Servostecker passen exakt in die Buchsen, ein Losrütteln unter Vibration wird praktisch ausgeschlossen.
Der Binding-Kopf sitzt zu tief im Gehäuse
Typischerweise befestigt man Empfänger gewöhnlich mit selbstklebendem Klettband. So auch in meinem Fall. Da ich den Empfänger nochmals vom Modell entfernen musste, um ihn weiter nach hinten zu setzten, ist jedoch folgendes passiert: Der Deckel des Gehäuses sitzt sehr locker und schon war das Innenleben des Empfängers zu sehen. Na super, aber wenn er schon mal offen ist, schaue ich mir doch gleich die Platine an. Wie bei den Original-Empfängern von Futaba, lassen sich auch hier beide Antennen austauschen. Das ist ein Pluspunkt, sollte mal eine beschädigt sein. Die Platine ist ordentlich verarbeitet, welche Elektronik letztendlich verbaut wurde und wie hochwertig diese ist, lässt sich vom „normalen“ Modellpiloten leider nicht bewerten. Das Gehäuse wird mit 4 Klicks einfach wieder auf den Sockel gesteckt.

Das Binden an meinen Futaba-Sender geht erstaunlich gut. Funke an, Knopf am Empfänger gedrückt halten und die Empfängerstromversorgung einschalten. Die Diode wechselt auf grün. Jetzt noch den Empfänger auf Digital-Servos umstellen: Funke wieder aus, Empfänger einschalten und den Knopf am Empfänger 6 Sekunden gedrückt halten, die rote LED blinkt schnell, der Digitalmodus ist aktiv. Die Konfiguration funktioniert genauso einfach wie beim Original aus dem Hause Futaba. Ein dickes Plus, finde ich. Was jedoch wieder negativ auffällt, ist der viel zu tief sitzende Binding-Knopf im Gehäuse. Auf keinen Fall sollte man mit einem metallischen Gegenstand in das Gehäuse eintauchen um den Knopf zu drücken. Die Chance, einen Kontakt zu treffen und somit den Empfänger zu zerstören ist hoch.
Der Empfänger in Aktion
Ein flaues Gefühl macht sich in meiner Magengegend breit. Immerhin kostet der 8-Kanal-Empfänger knapp 1/3 vom Verkaufspreis eines Original-Empfängers. Doch soll man für billige 40 Euro tatsächlich Abstriche in Bezug auf die Sicherheit seines Modells machen?
Erstmal der obligatorische Reichweitentest. Dazu habe ich meine Futaba FF10 in den „Power Down“-Modus geschaltet und mich 50 Meter von meinem Heli entfernt. Ein Fliegerkollege blieb bei meinem Heli um die Ruderausschläge zu kontrollieren. Alles klappt hervorrag. Da ich aber auf Nummer sicher gehe, wiederholte ich den Test ein weiteres Mal. Dann wurde es ernst. Den 600er anwerfen und ab in die Schwebe. Auch mit laufendem Motor keine Probleme zwischen Funke und Empfänger. Tief Luft holen und Nick nach vorne, ab durch die erste Acht. Ok der Heli macht was ich will, der Empfänger arbeitet zuverlässig. Und weiter geht’s: Ordentlich Fahrt aufnehmen und den Heli steil nach oben ziehen, jetzt noch einen U-Turn und wieder steil nach unten. Der Empfänger arbeitet zuverlässig.
Mein persönliches Fazit
Alles in allem ist der Empfänger der Firma FRSKY im Vertrieb von Engel Modellbau durchaus in Ordnung und für alle, die tatsächlich eine billige Lösung für ihren Modellsport suchen durchaus eine Alternative zur qualitativ hochwertigen Original-Ware. Man sollte sich jedoch immer im Klaren sein, dass Futaba tatsächlich sein Protokoll nicht offengelegt hat. Wer mit maximaler Sicherheit für sich, für sein Modell und auch in Verantwortung gegenüber Zuschauern fliegen möchte, sollte beim Original-System bleiben.
Technische Daten :
• Betriebsspannung: 4,0 V – 10,0 V
• Betriebsstrom: 30mA
• Reichweite: 1,5 km Boden-Boden und 2,5 km Boden-Luft
• Auflösung: 3072 (10bit)
• Latenz: 14 ms (FS) 7 ms (HS)
• Anzahl der Kanäle 8
• Maße: 53 x 30 x 11 mm
• Gewicht: 13,5 Gramm
Wo kaufen?
Preis: 39,90 Euro
Bezug: http://www.engelmt.de
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